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Stefan Dettl: Mit "Soultrain" zu neuen Zielen

Mit "Soultrain" zu neuen Zielen

09.02.2016

"In New York oder New Orleans in einem kleinen Soulclub zu spielen – und nicht rauszufliegen, das wäre das Ziel", sagt Stefan Dettl. New York? New Orleans? Ist das nicht ein bisschen sehr weit weg für einen, der von den Medien gern auf seine oberbayerische Heimat inklusive sämtlicher Lederhosen- und Weißbier-Klischees reduziert wird? Sind das nicht Pläne, die ein bisschen zu hoch fliegen? Nein! Definitiv nicht! Denn Stefan Dettl mag zwar aus der Provinz kommen, aber wenn er eines ganz sicher nicht ist, dann provinziell. Denn Ländergrenzen haben ihn noch nie interessiert, nur wenn es darum ging, sie zu überschreiten. 

Mit seiner Band LaBrassBanda teilte er sich im letzten Jahr beim legendären Sziget-Festival in Ungarn die Bühne mit den Kings of Leon und Robbie Williams, hinterließ bei Konzerten in Glasgow völlig euphorisierte Schotten – und spielte mal eben zusammen mit der englischen Punk-Ikone Captain Sensible (The Damned) dessen Kulthit "Wot" neu ein. Und genauso wenig wie ihn Ländergrenzen scheren, halten ihn Genregrenzen auf. 

 

 

"Ich wollte eine Soulplatte machen, die überall auf der Welt funktioniert"

Nur konsequent also, dass er jetzt eine Soulplatte gemacht hat. Es ist sein drittes Solo-Album nach "Rockstar" (2011) und "Summer Of Love" (2012). Bei den beiden Vorgängern tauschte er die Trompete gegen die Gitarre und blieb bei bayerischen Texten, für "Soultrain" hat er die Gitarre wieder weggepackt, und singt viele Stücke auch in Englisch. Stefan Dettl sagt: "Es ging mir nicht darum, so was wie deutschen Soul zu machen. Was soll das überhaupt sein? Ich wollte eine Soulplatte machen, die überall auf der Welt funktioniert. Dass ich aus Bayern komme, soll dabei keine Rolle spielen." 

Kein leichtes Unterfangen, man weiß schließlich, wie wenige deutsche Künstler international überhaupt auch nur wahrgenommen werden. "Von unseren Auftritten in Russland, Afrika, Amerika und England habe ich so viel mitgenommen und so viel darüber gelernt, wie Musik auf der ganzen Welt funktioniert, das wollte ich jetzt umsetzten. Dafür schien mir Soul der ideale Weg", erzählt Dettl.

 

 

Genregrenzen? Kein Hindernis!

Es klappt! Und wie! Gleich der erste Song "Superman" schleicht sich mit einem federnden Pianothema an wie ein Gangster im Maßanzug im Chicago der Zwanziger Jahre. Dann übernehmen die Bläser und man hört Dettl singen wie man ihn bis dahin noch nie singen gehört hat. Er zieht die Vokale in die Länge, er nuschelt, er raunzt: "I’m waking up, sun is shining in my eyes" Und schon nach ein paar Takten ist alles, was man über Stefan Dettl zu wissen glaubt, hinfällig. Auf einmal ist dieses ganze Bayern-Dings ganz weit weg. Hier spielt einer den Soul als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. 

Es kann also sehr gut sein, dass Stefan Dettl und seine Band bei Auftritten in New York oder New Orleans weit mehr als nur ihr Minimalziel, nicht rauszufliegen, erreichen werden. Ziemlich sicher werden sie die eine oder andere Zugabe spielen. 

"Soultrain" jetzt vorbestellen und Release-Konzert abspeichern!

"Soultrain" ist ab sofort vorbestellbar und erscheint am 18.03.16 via RCA/SonyMusic als CD (limitiert mit 28-seitigem Booklet + schwarzem Tonträger) und Doppel-Vinyl (2LP à 180g im Gatefold inkl. Download-Code). Einen Tag später (Samstag, den 19.03.) findet das Release-Konzert in der Muffathalle München statt.

Tipp für alle Fans von LaBrassBanda:

 

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Die LaBrassBanda-Alben "Habedieehre", "Übersee" und "Live aus der Olympiahalle München" sind jetzt endlich auch auf Vinyl erhältlich - hier könnt ihr sie besorgen!

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