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Biographie

Große Dinge entspringen oft bescheidenen Anfängen. Ein gutes Beispiel ist die Geschichte von Swim Deep. Diese nahm ihren Anfang mit zufälligem Über-den-Weg-Laufen, gemeinsamen Teilzeitjobs und gemeinschaftlichem Abhängen in den Clubs ihrer Heimatstadt Birmingham.

Irgendwann hatten Austin Williams and Tom Higgins allerdings die Schnauze voll, Regale bei Morrisons nachzufüllen und immer nur über Musik zu reden. Es wurde höchste Zeit, endlich eigene zu machen. Kurz darauf stieß Wolfgang J Harte zu den beiden. Nach einer typischen "Weirdo Drummer"-Phase, bei der sich mehrere Kandidaten für die Position des Schlagzeugers die Klinke in die Hand gaben, warb Austin schließlich seinen besten Freund Zach Robinson bei den Kollegen der Band Cajole Cajole ab.

"Wir hatten einen gemeinsamen Gig mit Cajole Cajole", erinnert sich Austin. "Wir fragten einfach nur ins Blaue hinein, denn wir hatten gerade wieder einen Schlagzeuger verloren. Wir erkundigten uns also bei Zach, ob er Lust hätte und er sagt ja. Das war so ziemlich das Beste, was uns passieren konnte, ehrlich gesagt."

Einige Monate und mindestens ebenso viele Konzerte später, als das allgemeine Interesse an der Band bereits spürbar angewachsen war, kündigte Wolfgang überraschend an, die Band verlassen zu wollen. Für eine Weile machten die drei Verbliebenen als Trio weiter und experimentierten mit ihrem Live-Set-Up. Austin übernahm dabei die vakante Position des Frontmanns und mit Cavan McCarthy verpflichtete die Band einen neuen Bassisten.

"Wir trafen Cavan auf dem Dancefloor", erklärt Austin. "Wir waren eines Abends unterwegs, aber er mochte mich ganz offensichtlich nicht und ich ihn irgendwie auch nicht. Doch nach ein paar Drinks und ein paar Stunden gemeinsamem Rumhängens kamen wir dann doch sehr gut klar. Ich wusste, dass er nicht Bass spielen konnte und nie ein Instrument gespielt hatte, aber wir fragten ihn trotzdem, ob er in der Band sein wollen - einfach, weil er Musik so sehr liebt."

Mit neuem Line-Up und der Veröffentlichung der Debütsingle "King City" im Mai 2012 zementierten Swim Deep ihre Position neben Bands wie Splashh und den ebenfalls aus Birmingham stammenden Peace als eine der interessantesten neuen Bands Großbritanniens. Nach einigen berauschenden Festival-Auftritten (u.a. The Great Escape, Tramlines und Beacons) im Sommer begann für Swim Deep ein neuer Abschnitt in ihrer Karriere: sie unterzeichneten einen Plattenvertrag bei dem Label Chess Club/Sony RCA.

"Wenn ich daran denke, wie oft ich als Kind im Bett lag und mir vorstellte, wie es wohl wäre, in einer Band zu sein, die von einer Plattenfirma unter Vertrag genommen wird... doch ein Plattenvertrag ist ja nur so ein ganz, ganz kleiner Teil", sagt Austin vorsichtig, "Denn wenn auch du gesignt bist - wenn deine Songs Mist sind, bist du am Arsch. Es geht für uns nur ums Songwriting und so viel Spaß wie möglich zu haben, während wir das hier machen. Wir wollen das am liebsten ein Leben lang machen, bis wir steinalt sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir jemals damit aufhören könnten, Songs zu schreiben."

Nach einer gemeinsamen UK Tour mit den Indie-Helden Spector begab sich die Band nach Brüssel, um in den dortigen ICP Studios das Debütalbum "Where The Heaven Are We" unter der Regie von Charlie Hugall (Florence and The Machine, Kaiser Chiefs, Lucy Rose u.a.) aufzunehmen, der bereits die zweite Swim Deep-Single "Honey" produziert hatte. Weitere Aufnahmen fanden in einigen weiteren Londoner Locations statt.

"Die gemeinsame Zeit im Studio hat uns wirklich zusammengeschweißt", sagt Austin. "Seit dem Plattenvertrag trafen wir jede Menge Leute und landeten getrennt voneinander auf vielen unterschiedlichen Partys. Wir haben uns sehr auf die Aufnahmen gefreut. Es ist unser erstes Album, und das kann man schließlich nur einmal machen."

Stilistisch entfernt sich die Band auf "Where The Heaven Are We" von dem roughen, punkigen Sound ihrer frühen Demos wie "Santa Maria" und "Isla Vista" und begibt sich in eher Pop-orientierte Gefilde - ihre musikalische Edginess bleibt allerdings nach wie vor intakt. "Wir wollten einfach nur gute Songs schreiben. ?Honey' war schon ein gutes Beispiel, wie es klingen sollte. Hell und sonnig, optimistisch, funky und einfach nur richtig cool." Und das ist es ohne Zweifel. Vom exquisiten "Intro" über die Hookline-starken Singles "King City" und "Honey" bis hin zur üppigen Brillanz von "The Sea" (das den Wendepunkt zwischen den frühen Songs und jenen, die im vergangenen Jahr auf Tour entstanden, markiert) machen die elf Songs des Albums die großen und berechtigten Ambitionen der Band deutlich.

"Ich möchte einzigartig sein", erklärt Sänger und Bandleader Austin Williams. "Es gibt Bands wie One Direction, die ganze Städte lahm legen, wenn sie irgendwo auftauchen und die Songs veröffentlichen, die Spaß machen. Aber das ist natürlich nicht innovativ oder wegweisend. Ich sehe aktuell niemanden, der mit uns vergleichbar wäre."

"Ich möchte einen großen Einfluss auf die Popmusik haben", fährt er fort. "Wir wollen nicht die größte Band überhaupt werden - das kann natürlich kommen, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist - aber ich möchte, dass Swim Deep die einflussreichste Band sind. Ich möchte in einer Band sein, mit der man jammen möchte. Eine Band, zu der man aufschaut."

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