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Biographie

Es gibt nicht viele Künstler, denen es gelingt, das Schöne, Pure und Ungefilterte mit einer lodernden Intensität zu vereinen, so wie es der Sängerin und Songwriterin Sophie Zelmani immer wieder gelingt. In den sechzehn Jahren seit ihrem Debütalbum, das 1995 erschien, veröffentlichte die Schwedin regelmäßig Werke, die wohltuend auf Körper und Geist wirken und dennoch eine Aura der Melancholie und Rätselhaftigkeit umweht. Die in Stockholm geborene Sängerin hat die Fähigkeit perfektioniert, mit extrem sparsamen Mitteln ihre Bewunderer hinzureißen. Ihre Musik geht bis tief unter die Haut - an einen Ort, wo jeder Atemzug mit der Urgewalt eines Erdbebens widerhallen kann. Sophie und ihrem langjährigen Produzenten Lars Halapi gelingt es, Stille intensiv zu machen. Ein Sound, der längt zu ihrem Trademark geworden ist.

Das neue Album "Soul", das u.a. ein Duett mit dem schwedischen Sänger Daniel Lemma mit dem Titel "For You" enthält, wurde im südschwedischen Skåne aufgenommen und von Ronnie Lahti in den Medley Studios in Kopenhagen abgemischt. Das Ergebnis ist ein erhabenes und in jedweder Hinsicht beseeltes Album.

Interview mit Sophie Zelmani:

Dein neues Album trägt den Titel ?Soul'. Wann hast du die Songs geschrieben?

"Ich glaube, im vergangenen Sommer. Ich habe kurz nach dem Ende der letzten Tour damit begonnen. ?If You're Still A Dreamer' war das erste Stück, das ich schrieb. Doch dann wurde meine innere Stimme für einige Monate ziemlich still, bis ich wieder nach Skåne runter fuhr, wo Lasse lebt und sein Studio hat. Dieser Ort ist für mich so etwas wie ein Zufluchtsort geworden, an dem ich mich sicher und zu Hause fühle. Es ist ein guter Ort, um kreativ zu sein und Songs zu schreiben."

Erzähle uns bitte etwas über den Songwriting-Prozess.

"In den letzten Jahren hab ich manchmal versucht, eine bestimmte Art von Song zu schreiben, doch in der Regel bin ich am Ende nur noch genervt und dann verabscheue ich mich selbst. Das einzige, was bei mir wirklich funktioniert, ist exakt meinen Instinkten zu folgen und ihnen zu vertrauen, egal, wohin sie mich auch führen. Ich weiß dann überhaupt nicht mehr, wie ich eigentlich an diesen Punkt gekommen bin. Manchmal weiß ich, dass da etwas ist, über das ich einen Song schreiben möchte oder muss, aber es macht keinen Sinn, mir irgendeinen Druck aufzuerlegen. Man muss der Sache Zeit geben, um sich zu entwickeln. Im Prinzip schnappe ich mir die Gitarre und spiele einen C-Dur- oder einen A-Moll-Akkord, und dann ergibt sich daraus etwas oder nicht?"

Gab es bei den Aufnahmen irgendwelche Besonderheiten? Wo fanden sie statt?

"An den Aufnahmen war eigentlich nichts Ungewöhnliches. Sie fanden im Frühling und Sommer in Lasses Studio statt. Die meiste Zeit waren er und ich alleine - an manchen Tagen waren allerdings auch die Musiker Thomas Axelsson und Peter Korhonen dabei. Es ist ein Luxus, ein Studio direkt vor der Haustür zu haben, und man Songs aufnehmen kann, sobald man sie geschrieben hat. Es ist einzigartig, wenn ein spontanes Gefühl, das man in einem bestimmten Moment hat, einfangen kann. Wenn man Dinge mehr im Voraus plant und die ganze Band anwesend ist, dann ergibt sich eine ganz andere Art von Gefühl - eines, das aus einer Gruppe von Menschen entspringt, einer gemeinsamen Erfahrung, die auch ihre positiven Seiten hat. Anschließend werden zusätzliche Instrumente und Gesang hinzugefügt. Wir mischten das Album in den Medley Studios in Kopenhagen."

Wie kommt es, dass du stets mit Lars Halapi an deiner Seite arbeitest?

"Ich weiß nur, dass sich über die Jahre etwas vertieft hat, was bereits bei unserer ersten Begegnung offensichtlich war. Und ich hoffe, dass dies ein Leben lang anhält. Und dafür gibt es tausend gute Gründe."

Kannst du drei Sachen nennen, die dich beim Musikmachen inspirieren?

"Ich kann noch viel mehr nennen? Sehnsucht, Vermissen, die Sorgen von Menschen, Filme, die Musik anderer Leute, Erkenntnisse, Träume."

Gab es in den vergangenen sechzehn Jahren als Künstlers einen Schlüsselmoment, ein alles überragendes Ereignis? Irgendwelche besonderen Erinnerungen?

"Nichts ist mit dem ersten Jahr vergleichbar, wenn man um die Welt fliegen kann, nur wegen ein paar Songs. Es war verrückt, aber auch ziemlich toll. Ich wünschte, ich wäre der ganzen Sache und auch mir selbst nicht so ablehnend gegenüber gestanden, denn ich habe großartige Erinnerungen an diese Zeit, für die ich sehr dankbar bin. Und diese Erinnerungen kommen jetzt wieder zurück, vielleicht weil ich sie jetzt möchte??.
?Plötzlich' begreife ich, dass ich älter bin und jedes Album, das wir machen können, an sich schon ein kleiner Triumph ist."

Woher kam die Inspiration für den Albumtitel "Soul"?

"Hätten wir uns für einen Titel eines Stücks vom Album entscheiden müssen, so wäre es ?My Soul Remembers' gewesen. Also warum nicht gleich ?Soul' nehmen? Das ist ein ausreichend schönes, kurzes Wort mit einer großen Power? Und dieses Album hat auch ein wenig mehr ?Soul' als sonst? denke ich."

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