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Biographie

Wer das Viral-Video zu Sammy Adams' Majorlabel-Debütsingle "Blow Up" gesehen hat, kann sich ein recht gutes Bild von den derzeitigen Lebensumständen des jungen Shootingstars machen. Während der 24-jährige zum hypnotischen Kopfnickerbeat, den der Rapper/Producer mit einem Sample aus dem Pixies-Klassiker "Where Is My Mind?" (eine charmante Reminiszenz an seine Heimatstadt Boston) kombinierte, die Zeile "What's it gotta take for a young kid to blow up?" skandiert, sieht man einen Zusammenschnitt seiner Auftritte der vergangenen Monate. Von ekstatischen Clubs-Gigs über umjubelte College-Shows bis hin zu gigantischen Open-Air-Festivals wie Lollapalooza und Bamboozle, wo zehntausende Menschen zur "Jumbo Stage" strömten, nur um ihn zu sehen.

Dem jungenhaften, strohblonden Charmeur aus Cambridge, Massachusetts, hatte es die Musik bereits als Kind angetan. "Mein Dad spielte 25 Jahre lang Schlagzeug in einer Rockband und meine Mutter sang im Backgroundchor", erklärt er. "Sie liebten Musik - alles von den Rolling Stones und den Beatles bis hin zu Led Zeppelin und Canned Heat". Mit sieben begann Sammy mit Klavierspielen, mit elf lernte er zu improvisieren. "An diesem Punkt änderte sich für mich alles, denn das war genau mein Ding", sagt er. "Ich musste keine Noten von Songs lesen, die jemand anderes geschrieben hatte, ich konnte mir einfach eigene ausdenken."

Bereits in jungen Jahren war Sammy ein glühender HipHop- und Rockfan. Während seiner Highschoolzeit begann er damit, Texte zu schreiben und Beats zu bauen. Zur gleichen Zeit entwickelte er ein Faible für progressive Techno/Trance-Produzenten wie Tiesto, Armin Van Buuren und Kaskade.

Mindestens so lange wie für Musik schwärmt er auch für Fußball. Vor den Spielen liefen seine speziell dafür angefertigten Mixe in der Umkleidekabine, wenn er mit seinen Kumpeln kickte. "Damals wurde mir bewusst, dass ich alle möglichen Arten von Musik zusammen mischen konnte - HipHop, Rock, Techno und elektronische Tanzmusik - und es den Leuten gefiel", erinnert er sich. "Diese Erfahrung inspirierte mich, noch mehr zu experimentieren und richtige Songs zu machen."

Die Idee zu dem Song "I Hate College", der ihm schließlich den Durchbruch bescherte, kam ihm, als er in einer Vorlesung am Trinity College (wo er Politikwissenschaften studierte und Kapitän der Fußballmannschaft war) saß. Den dreisten Remix des Asher Roth-Hits "I Love College" nahm er in seinem Zimmer im Studentenwohnheim auf. Nachdem einer seiner Freunde den Track im August 2009 in seinem Blog gepostet hatte, verbreitete sich "I Hate College" wie ein Lauffeuer unter den Studenten im gesamten Nordosten der USA. Durch das großartige Feedback ermutigt, stellte er einige Auftritte an Colleges auf die Beine, wo er die Anwesenden mit hervorragenden Freestyle-Skills, Lebensrealitäts-nahen Texten und ungebremster Energie zu beeindrucken wusste. "Wir traten nicht in herkömmlichen Musik-Venues auf, sondern u.a. im Keller von Fachschafts-Häusern, wo auch gerne mal der Strom zusammenbrach", erinnert er sich.

Durch seine Touren erspielte sich Adams innerhalb kürzester Zeit eine beachtliche Fanbase. Diese sorgte dann auch gleich für eine Chart-Sensation: im März 2010 schoss gleich am ersten Tag sein unabhängig veröffentlichtes Albums "Boston's Boy" auf Platz eins der iTunes HipHop/Rap-Charts in den USA. Alleine in der ersten Woche wurden mehr als 8000 Downloads verkauft - und damit weit mehr als die Releases von Big Names wie Lil Wayne und DJ Khaled.

"Wir bewarben das Album fast ausschließlich über Facebook", sagt Sammy. "Der Buzz von ?I Hate College' half da natürlich enorm. Fast alle unsere Facebook-Fans kauften das Album gleich am ersten Tag". Der Pop-Rap-Sound in Kombination mit Texten über seinen Aufstieg als Musiker im College, brachte "Boston's Boy" die Anerkennung der lokalen Kritiker ein. Einer von ihnen schrieb: "In seinen Songs gibt es keine Falschheit. Er beschreibt das Campusleben mit bislang ungekannter Genauigkeit."

In der Folgezeit wuchsen die Facebook-Liker-Zahlen stetig in Tausenderschritten und Sammy Adams war bereit für das nächste Level - die Frage war nur: wie? "Ich hatte mir diese ganzen DJs live angesehen, Typen wie Rusko und Skrillex, die diese riesigen 100.000-er Festivals ausverkauften", erzählt Sammy. "Die Kids flippten bei den Drops und Bass-Sounds völlig aus. Mir gefiel der Musikstil sehr gut und ich wollte das auch in meine Live-Shows einbauen". Im September 2010 veröffentlichte er sein erstes Mixtape mit dem Titel "Party Records", ein perfekter Mix aus Dubstep, Bass Music und Electro-House, der Beats von Rusko, Deadmau5, Bassnectar und anderen EMD-Größen enthielt.

"Es beflügelte unsere Live-Shows, denn die Kids stehen einfach drauf, zu solchen Songs zu tanzen", erklärt Sammy. "Es war ein Riesen-Unterschied. Mit ?Boston's Boy' waren wir hauptsächlich im Nordosten unterwegs gewesen - mit ?Party Records' konnten wir plötzlich überall spielen." In der Tat: zusätzlich zu den Support-Auftritten für Acts wie Kid Cudi, Drake, Nicki Minaj, LMFAO, Ludacris und J. Cole gab Adams im vergangenen Jahr 180 Headline-Shows in den USA und Kanada, von denen 160 ausverkauft waren - darunter ein vielbeachteter Gig im New Yorker Terminal 5.

Mit demselben Tatendrang geht Sammy Adams nun an die nächste Aufgabe: sich als Popstar zu etablieren. "Ich möchte Musik machen, die universell ist, mit der jeder etwas anfangen kann", sagt er. "Ich hatte meine größten Erfolge bislang mit Popsongs wie ?Driving Me Crazy' (vom ?Boston's Boy'-Album) und ?I Hate College'. Das hat mich inspiriert, supercatchy Hooklines zu schreiben, zu denen die Leute herumspringen können. Das fühlt sich für mich an dem Punkt, an dem ich mich in kreativer Hinsicht befinde, ziemlich authentisch an. Ich finde es aufregend, mich weiter mit dieser Art Musik zu beschäftigen und Dinge auszuprobieren".

Zusammen mit seinen Songwriting- und Produktions-Partnern J.O.B., Bei Maejor, Alex Da Kid und Supa Dups arbeitete er an seinem Major-Debütalbum, das im Frühling 2012 erscheinen wird. Wann immer er nicht im Studio ist, kann man ihn irgendwo auf irgendeiner Bühne erleben. "Ich liebe es, Menschen zu unterhalten und die Connection, die ich mit meinen Fans habe - das ist meine Motivation", sagt er. "Ich möchte Musik machen, auf die sie stolz sind". Aus diesem Grund steht am Ende des Viral-Videos zu "Blow Up" die Message: "Für meine Fans, jeden Moment, jeden Tag, das ist alles für euch. Danke, dass ihr mich zu dem gemacht habt, was ich bin. Ich bin demütig, stolz und begeistert. Doch das ist nur der Anfang."

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