Skip to main content

Biographie

Aus der Rubrik "brauchbare und zutreffende Genrezuordnungen" können wir heute die durchaus gelungene Bezeichnung "soulful experimental pop" bieten, die das Duo Quadron für seinen hochattraktiven Musikstil wählte. Sängerin Coco O. und Multi-Instrumentalist/Produzent Robin Hannibal stammen ursprünglich aus Dänemark, wo sie sich einst durch einen gemeinsamen Freund kennen gelernt hatten. Die Chemie zwischen beiden stimmte von Anfang an: "Als ich Coco traf, wusste ich sofort, dass sie etwas ganz Besonderes ist", erinnert sich Robin. "Sie könnte das Telefonbuch singen, und es würde toll klingen." Den Bandnamen wählten die beiden als respektvolle Hommage an ihre eigene schwarze Herkunft (beide sind jeweils zu einem Viertel schwarz), nach ihrem Umzug in die Vereinigten Staaten erspielten sich die beiden dank Cocos großartiger Stimme und Robins entspannter Produktion die Aufmerksamkeit zahlreicher Connaisseur-Blogs, Tastemaker und Celebritites, darunter illustre Namen wie Adele, Prince, Questlove (The Roots) und (BBC) DJ-Legende Gilles Peterson. Letzterer nahm den Quadron-Track "Day" in die Liste seiner Lieblingssongs des Jahres 2009 auf. Darüber hinaus outeten sich Rap-Legende Jay-Z, Super-Producer Mark Ronson ("they're dope as hell!"), der britische Soul-Shootingstar Jessie Ware ("Coco is the most perfect singer") und Odd Future-Chef Tyler, The Creator ("Coco O. has the voice of an actual angel") als glühende Quadron-Verehrer.

2010 veröffentlichte das Duo sein selbst betiteltes Debütalbum beim in LA ansässigen Label Plug Research, das hervorragende Kritiken erhielt. Das "New York"-Magazine listete den Longplayer, der u.a. die minimalistischen R&B-Tracks "Horse" und "Average Fruit" enthält, auf Platz sieben seiner Top 10 Alben 2010. Zu den weiteren Highlights des Erstlings zählen u.a. die Motown-inspirierten Tracks "Pressure" und "Slippin'", die Coco nicht nur zum Musikkritiker-Darling machten, sondern auch als Film- und Fernseh-Musik Verwendung fanden. So findet sich "Slippin'" auf dem Soundtrack zum Oscar-nominierten Film "The Kids Are Alright" und war auch in Episoden der TV-Serien "Grey's Anatomy" und "The Parenthood" zu hören. "Pressure" kam in der Fernsehserie "One Tree Hill" zum Einsatz.

Ein Jahr nach der Veröffentlichung des Debütalbums wurde die Band von Raphael Saadiq eingeladen, ihn als Opening Act auf seiner Tour 2011 zu begleiten. "Quadron haben mich auf ziemlich coole Art und Weise überrascht", erinnert sich der Grammy-Preisträger. "Cocos leidenschaftlicher Gesang zusammen mit Robins Beats und Akkord-Folgen klingen gleichermaßen frisch und klassisch. Wir tourten gemeinsam durch Europa und die Vereinigten Staaten und die beiden waren auf der Bühne einfach genial, so dass man ihnen so ziemlich alles zutraut. Ich bin sehr gespannt, wie der Rest der Welt auf ihre Musik reagiert."

Cocos künstlerische Inspiration entspringt grundsätzlich einem gut gelebten Leben ("gemütliche Radtouren und gute Getränke"), aber auch Lauryn Hills Soloalbum "The Miseducation of Lauryn Hill" und Sades elegante Texte hinterließen in den entscheidenden Lebensphasen einen prägenden Eindruck auf sie. "Ich wuchs mit Muttermilch und Sade auf", nennt Coco als Erklärung für ihren auffälligen Gesangsstil. Robins Faible für die Feinheiten von Komposition und Instrumentierung entstammen seiner Liebe zu musikalischen Großmeistern wie dem italienischen Komponisten/Dirigenten Ennio Morricone und dem 1976 verstorbenen Psychedelic Soul-Produzenten Charles Stepney (Muddy Waters, The Dells, Terry Callier etc.).

Nachdem Coco O. mit dem Song "Where The Wind Blows" (neben Superstars wie Beyoncé and Andre 3000, Lady Gaga, Fergie, Lana Del Rey und Jay-Z) auf dem "Der große Gatsby"-Soundtrack vertreten war und zusammen mit Tyler, The Creator und The Roots in der US-TV-Show "Late Night With Jimmy Fallon" aufgetreten war, erscheint nun mit "Avalanche" das zweite Quadron-Album. Auf dem Longplayer, der wesentlich mehr Uptempo-Song enthält als der Erstling, findet sich u.a. die Single "Hey Love". Der Song, den Pitchfork als "pop-friendly tapestry of busy beats and pounding piano" beschrieb, entstand in Zusammenarbeit mit dem britischen Produzenten Fraser T Smith (Adele, Florence And The Machine, Leona Lewis etc.) und kam seinerseits bei "Grey's Anatomy" zum Einsatz. Für den stärkeren Einfluss von Soul, Pop, Folk und elektronischer Musik auf "Avalanche" hat die Band derweil eine schlüssige Erklärung. "So wie wir uns als Menschen verändern, verändert sich die Musik mit uns", weiß Coco, "es sind immer noch Robin und Coco, allerdings in verbesserten Versionen als 2009."

Newsletter

DEMO