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Biographie

Die Geschichte des preisgekrönten DJs, Produzenten und Szene-Begründers Paul van Dyk beginnt nicht 1991 in der Techno-Hochburg Tresor, nicht 1995 im Manhattan der Twilo-Ära und auch nicht 1997 in den Superclubs von Ibiza oder London. Sie beginnt 1985 in der Küche seiner Mutter. Hier, im kommunistischen Ost-Berlin, hört Paul van Dyk über West-Radio das erste Mal den Klang synthetischer Musik. Ein Moment, der mehr als 20 Jahre elektronische Musikgeschichte prägen sollte?

Angefangen bei seinen frühen Erfolgen wie ?For An Angel', ?Perfect Day' und den ?Age Of Love' & 'Love Stimulation' Remixes bis hin zu aktuellen Singles wie ?Guardian' & 'Louder' - PvD war von Anfang an einer der Fahnenträger der Trance-Musik und zählt heute zu ihren einflussreichsten und am meisten respektierten Künstlern. Im Laufe seiner außergewöhnlichen Karriere wurde er als "musikalischer Pionier", "Erfinder" und "Ikone" beschrieben, aber auch als "Philantroph", "Pazifist" und "Altruist".

Auf der Bühne: Paul van Dyk ist ein echter Performer mit einem natürlichen und instinktiven Gefühl für die Bühne. Er fliegt jedes Jahr rund 16 Mal um die Welt und unterhält Millionen von Club- und Festivalbesuchern. In Barra Beach in Rio de Janeiro legte er in der Silvesternacht 2008 vor einem Rekordpublikum von 1,5 Millionen Menschen auf - das gab es vorher noch nie. In den letzten fünf Jahren hat er sich vom konventionellen DJ, der zwei Tracks miteinander mischt, weiterentwickelt zu einem Live-Künstler, dessen
Shows an Konzerte erinnern.

Nach 16 Jahren zählt er mit seinen Shows bei den Cream Nights @ Amnesia in Ibiza zu den längsten Residence DJs in der Geschichte des Clubs. Um 2010 an den 20-jährigen Jahrestag des Mauerfalls zu erinnern, organisierte van Dyk den We Are One Event in der O2 World Arena in Berlin. Über 17.000 Menschen kamen, um Armin van Buuren, die Blueman Group und Underworld auf der Bühne zu sehen. 2013 und 2014 folgten eintägige We Are One Outdoor-Festivals in der historischen Spandauer Zitadelle. 2015 wird der Event am 4. Juli in der einzigartigen Strand-Location Rummelsburg an der Spree stattfinden - von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang.

Der Musiker: Als Musikproduzent ist Paul van Dyk ähnlich erfolgreich wie auf der Bühne. 1994 produzierte er ?For An Angel', das zwei Jahrzehnte später von Mixmag zum achtbesten Dance Track aller Zeiten gekürt wurde. 1997 folgte ein Remix von ?Age of Love' - ein Song, der in den Listen der besten elektronischen Tracks aller Zeiten ebenfalls regelmäßig ganz weit oben steht. Und vor kurzem schrieb das britische DJ Mag über seinen Release ?Guardian': "Ein überraschender Meilenstein, den man unvoreingenommen hören sollte", und bewertete ihn mit 9.5 von 10 Punkten.

?Come With Me', die Hymne des We Are One Festivals 2014 (die van Dyk mit Ummet Ozcan aufnahm), wurde von Mixmag in ähnlich hohen Tönen gelobt. Die Bibel der elektronischen Musik bescheinigte dem Track "natürliche Tonarrangements" und zeigte sich begeistert von den "Piano-Passagen, die direkt ins Herz gehen" und "einem Riff so elektrisierend wie ein Blitzeinschlag". Das Urteil: neun von zehn Punkten.

Der Remixer: Paul van Dyk kann mittlerweile auf eine der beeindruckendsten Remixographien der elektronischen Musikszene zurückblicken. Sein unverkennbarer Sound schuf neue Club-Versionen der Musik von Mainstream-Superstars wie Madonna, Justin Timberlake und Britney Spears. Er remixte Tracks von Bands wie Rammstein, U2, Depeche Mode und New Order genauso wie von legendären Künstlern der elektronischen Musikszene, wie Deep Dish, BT, Faithless und Underworld. Regelmäßig steuert van Dyk außerdem Musik zu Filmen und Videospielen bei, was ihm bereits zahlreiche Original Soundtracks eingebracht hat; so wurde beispielsweise seine Neuauflage von Hans Zimmers ?A Poor Choice of Words' für The Dark Knight und ?Still Alive' für EAs bahnbrechendes Videospiel Mirror's Edge verwendet.

Albumveröffentlichungen: Van Dyk hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche von Kritikern gefeierte Alben herausgebracht. 1994 veröffentlichte er sein Debütalbum ?45 RPM', auf das 1996 ?Seven Ways' und 2000 ?Out There And Back' folgten. ?Reflections' brachte ihm 2003 als erstem Künstler eine Grammy-Nominierung in der damals neuen Kategorie "Best Dance/Electronic Music" ein. 2007 releaste er ?In Between', und mit ?EVOLUTION' reihte er seine Studioarbeit 2012 in die etwas inklusivere Kategorie der "elektronischen Musik" ein. Das Album war ein voller Erfolg. Raveline vergab dafür sechs von sechs Punkten und schrieb: "Diese Evolution ist so gut wie perfekt." Mixmag bewertete das Album mit neun von zehn Punkten und bescheinigte van Dyk, dass ihm die "Evolution sowohl im Titel als auch im Werk selbst gelungen sei". Das DJ Mag bezeichnete die Platte als "beeindruckend" und "multidimensional". Ein weiterer kommerzieller Erfolg für van Dyk, der bis heute insgesamt mehr als drei Millionen Alben verkauft hat.

Nun steht Paul van Dyk kurz vor der Veröffentlichung seiner siebten Full-Length-Platte ?The Politics Of Dancing 3'. Er selbst beschreibt das Album als "eine Art Erbe", das "den Kreis zum ersten Politics-Album schließt" (2001 veröffentlichte er die erste ?Politics of Dancing' Mix-Compilation). Der Release sei außerdem "von Kollaborationen geprägt".
Seit vielen Jahren engagiert sich Van Dyk in verschiedenen politischen Bereichen. 2006 erklärte er in einem Interview, dass sich das Wort ?Politics' im Albumtitel auf die "Politik der Diplomatie" beziehe. Bei seinen Shows hatte er beobachtet, wie "Palästinenser und Libanesen mit Israelis tanzten - ohne Krieg, ohne etwas anderes im Sinn, als sich gegenseitig mit Respekt zu behandeln. Für mich hat nur Dance-Musik die Power, die historischen Differenzen der Welt friedlich beizulegen."

Die Anfänge: Van Dyk wuchs in Ostdeutschland auf, eine Erfahrung, die ihn stark geprägt hat? "Alles, was man hinter dem Eisernen Vorhang erreichen wollte, kam unter schwierigen Umständen zustande, und daher weiß ich heute viele Dinge mehr zu schätzen. Als Kind hörte ich Radiostationen, die aus West-Berlin sendeten. Das war die einzige Verbindung zur Außenwelt und einer freien Gesellschaft. Daher hatte Musik für mich und mein Leben immer eine große Bedeutung, und das wird sich auch nie ändern."

Nach einem kurzen Abstecher nach Hamburg kehrte van Dyk Anfang 1991 in seine Heimatstadt Berlin zurück. Dort hatte er im März des gleichen Jahres auch seinen ersten Auftritt im gerade neu eröffneten und bald schon legendären Tresor. Innerhalb kürzester Zeit nahm seine Bühnen- und Studiokarriere an Fahrt auf, und 1997 hatte er endgültig den Sprung in den Dance-Olymp geschafft. Damals prägten Superclubs und DJs, die wie Rockstars gefeiert wurden, die Musikszene, und Paul van Dyk avancierte schnell zu einer der Ikonen der Trance-Szene. Seitdem beherrscht er die Dancefloors dieser Welt: Niemand hielt sich bisher länger ununterbrochen in den weltweiten Top 100 DJ Charts; gleich zweimal schaffte er es auf den ersten Platz (das erreichten neben ihm erst drei andere DJs); und 2013 wurde van Dyk zum erfolgreichsten und am längsten in den Charts vertretenen DJs aller Zeiten bestimmt.

Label-Besitzer: Als Besitzer von VANDIT Records versammelte van Dyk in den letzten 15 Jahren musikalisch Gleichgesinnte um sich. In den Anfängen arbeitete das Label mit Armin van Buuren, Giuseppe Ottaviani, Agnelli & Nelson, Thrillseekers, Alex M.O.R.P.H., Nu-NRG und anderen. Im Moment konzentriert sich VANDIT darauf, neue Talente wie Genix, Maarten de Jong, Las Salinas und Ben Nicky unter die Fittiche zu nehmen.

Radiosendungen: Als Kind der Radiogeneration war Paul einer der ersten DJs, die sich dieses Medium zu Nutzen machten, um ihren Sound zu verbreiten. Seine VONYC Sessions werden weltweit von über 70 terrestrischen und digitalen Radiostationen übertragen, inklusive
iHeartRadios Evolution Channel.

Auszeichnungen: Während seiner Karriere hat van Dyk mehr als 60 internationale Auszeichnungen für eine Vielzahl von Aktivitäten erhalten. Darunter der Landesverdienstorden, der ihm vom Land Berlin für seinen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit verliehen wurde, eine Reihe IDMA Awards und Mixmags ?Man of the Year'-Auszeichnung. 2014 bekam er von MTV den prestigeträchtigen Chiuku Award verliehen, zu dessen Preisträgern Berühmtheiten wie Shakira, Nelly Furtado, Eva Longoria und Morrissey gehören.

Politisches & soziales Engagement: Van Dyk unterstützt mit viel Begeisterung und Energie einige gemeinnützige Vereine. Dazu gehören zum Beispiel Rückenwind aus Berlin, der unterprivilegierte Kinder unterstützt, die in Indien sitzende Akanksha Foundation, das FEED-Projekt und die Peace One Day-Bewegung. Außerdem ist van Dyk für sein langjähriges politisches Engagement bekannt, insbesondere für seine Zusammenarbeit mit Anti-Kriegs-Bewegungen und - organisationen wie Rock The Vote.

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