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Biographie

Unfassbare zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass sich everybody's-favourite-Skandinavian-Soul-Rock-Bruder Anders Wendin, besser bekannt als Moneybrother hierzulande mit seinem Album "To Die Alone" in die Herzen Indie-affiner Musiclover katapultiert hatte. Das zweite englischsprachige Album des schwedischen Sängers, Songwriters und Gitarristen, das u.a. den Sarah-Kuttner-Hit "They're Building Walls Around Us" enthielt, schaffte im Sommer 2005 sensationell den Sprung in die Top 40 der Media-Control-Album-Charts und peakte auf Position 37. Am 24. August erscheint nun mit "Mount Pleasure" das Moneybrother-Major-Debüt beim SONY-BMG-Label Columbia Deutschland. Als musikalischen Einfluss auf die zehn Songs des neuen Longplayers, den der Künstler selbst als "Rock'n'Roll-Album" bezeichnet, nennt Moneybrother u.a. Westcoastrock-Legenden wie Jackson Browne und Randy Newman. Moneybrother: "Auf dem letzten Album gab es ein übergeordnetes Thema: Liebe und Verlust. Es war ein sehr langsames und düsteres Album. ?Mount Pleasure' ist von einer Phase in meinem Leben geprägt, in der ich viel Party gemacht habe und mit Freunden abhing."
Den Titel des Albums entlieh der sympathische Skandinavier einer existierenden Erderhebung: "Bei einer Reise durch die Karibik kam ich auf eine kleine Insel namens Bequia. Es leben gerade mal viertausend Menschen dort und in der Mitte der Insel ist ein großer Berg. Eines Tages schnappte ich mir mein Fahrrad und fuhr hinauf. Die ganze Insel war ausschließlich von afrikanisch-stämmigen Rastafaris bewohnt - dort oben aber sah man allerdings ausschließlich Weiße, die allerdings wie Rastafaris lebten und sprachen. Sie sahen aus wie Piraten, mit Tätowierungen und Bandanas. Ich war fasziniert von diesen Menschen, die vermutlich die vergangenen 300, 400 Jahre völlig unter sich gewesen waren, Nachkommen von Piraten. Ich fand das wirklich faszinierend und beschloss, das Album ?Mount Pleasure' zu nennen, denn das war der Name des Berges."
Produziert wurde "Mount Pleasure" von Pelle Gunnarfeldt (Hives, The Robocop Kraus, The (International) Noise Conspiracy u.a.) und Henrik Svensson, früher selbst einmal Mitglied der Moneybrother-Liveband. Die Aufnahmen fanden in den neuen "Polar Studios", einem ehemaligen Tanzpalast in Stockholm, statt. Die Herangehensweise an die Studiosessions war diesmal völlig anders als zuvor. "Bei den vorhergehenden Alben schrieb ich alle Songs und ging dann ins Studio - mit Musikern, die die Lieder noch nie zuvor gehört hatten. Ich spielte sie ihnen auf einer Akustik-Gitarre vor und wir nahmen dann sofort auf. Ich wollte damals den ersten Eindruck, den der Musiker von einem Song hat, auf Band bannen. Diesmal sollte es anders sein. Ich wollte, dass die Musiker die Songs Dutzende Male vorher gespielt haben, so dass sie die Stücke nicht mehr mit ihren Fingern spielen, sondern mit ihren Herzen. Wir übten also ziemlich lange, bevor wir ins Studio gingen und ich arbeitete auf allen Stücken des Albums mit den gleichen Musikern. Das hatte ich noch nie getan. Dadurch klingen die Songs tighter und spontaner - auch wenn das gar nicht der Fall ist", erklärt Anders.
Der neue Longplayer ist das insgesamt dritte internationale Studioalbum des charismatischen Künstlers, der seine immense Popularität u.a. seinen spektakulären Liveshows verdankt. Wendin, der sich zuvor als Sänger und Frontmann der Bands Superwed und Monster einen Namen gemacht hatte, veröffentlichte unter dem Namen Moneybrother bislang zwei Solo-Alben in englischer Sprache: "Blood Panic" (2003) und "To Die Alone" (2005). Im vergangenen Jahr folgte mit "Pengabrorsan" schließlich ein weiterer Longplayer mit schwedischen Texten, der allerdings lediglich in Wendins Heimat Schweden erschien.
"Mount Pleasure" - Track by Track

1. "Guess Who's Gonna Get Some Tonight": "Das ist ein toller Album-Opener. Mit diesem Song bin ich wirklich sehr zufrieden. Ich wollte ein Lied, das wie ?Summer Of 69' klingt, denke ich."

2. "Down At The R": "Ein Song übers Rumhängen mit Freunden in einer Bar. Das klingt vielleicht wie ein ziemlich kindisches Thema für einen Song, aber jeder hat so seinen Lieblingsort, wo man gute Freunde trifft und ein guter Abend kann einen ziemlichen Unterschied ausmachen - in einer ansonsten lausigen Woche."

3. "It Will Not Happen Here": "Diesen Song schrieb ich, als ich mit einem Mädchen in San Francisco war. Wir waren in einem Hotel und sie schlief. Ich konnte den Verkehr draußen hören und ich konnte die Polizei-Sirenen und den Regen hören. Sie hörte nichts davon, denn sie schlief. Und mir wurde klar, dass ich sehr glücklich war und dass es ein tolle Nacht war."

4. "It Might As Well Be Now": "Das ist ein Duett mit der norwegischen Sängerin Ane Brun. Ich liebe ihre Stimme. Der Song handelt von mir. Ich sitze auf einem Platz, auf dem ich immer sitze. Und man sieht mir an, dass ich nicht der glücklichste Mensch der Welt bin. Und eines Tages öffnet sich die Tür, und der Grund, warum ich nicht der glücklichste Mensch der Welt bin, kommt in die Bar. Ich hätte nie gedacht, dass ich an diesem Ort Angst hätte haben müssen, dass das passiert. Andererseits war mir klar, dass ich ihr irgendwann wieder über den Weg laufen würde. Der Song ist ein Dialog zwischen zwei Menschen. Ich versuche, sie dazu zu bringen, sich doch wenigstens kurz hinzusetzen."

5. "Any Other Heart": "Ein Song über meinen Freund Victor. Er gründete Monster, meine erste Band. Es ist ein Song übers Erwachsenwerden und wie wir darum kämpften, die Musik zu machen, die wir machen wollten."

6. "Just Another Summer": "Ein Song über das Älterwerden. Er erzählt, wie Sommer und die Magie des Verliebens wesentlich größer erschienen, wenn man ein Kind ist. Es ist ein melancholisches Lied, aber trotzdem schnell."

7. "Will There Be Music?": "Auf jedem Album sollte mindestens ein Thin-Lizzy-Rip-Off drauf sein. Das ist also mein Thin-Lizzy-Rip-Off auf dem Album. Ich bete Thin Lizzy an und ich möchte kein Album machen, auf dem es nicht einen Song gibt, der genau so klingt wie sie. Mein Lieblings-Thin-Lizzy-Rip-Off ist von Nick Lowe und heißt ?So It Goes'. Möglicherweise hatte nahm er seinen Song auf, bevor er überhaupt Thin Lizzy gehört hat, aber es klingt definitiv wie ein klassischer Thin-Lizzy-Song."

8. "It Is Time For Falling Apart": "Dieser Song handelt davon, zwei Wochen am Stück zu arbeiten, dann sein Mädchen anzurufen und ihr zu sagen, dass es Zeit ist, auszugehen und Spaß zu haben und sich zu betrinken, bis alles auseinander fällt."

9. "No Damn! I Don't Love You": "Dieser Song handelt von dem Gefühl, dass man hat, wenn man sich selbst davon überzeugen will, dass man nicht mehr verliebt ist, dass es aus ist, dass man weitergezogen ist und alles vergessen hat. Doch dann erlebt man eine wunderschöne Nacht, aber es ist niemand da, mit dem man sie teilen kann. Da begreift man: Was nutzt eine solche Nacht, wenn man sie ganz alleine verbringen muss?"

10. "I Know It Ain't Right": "Das ist ein Abschiedssong. Ein Song über Trennung. Ein Song über die letzte Nacht."

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