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Biographie

Bei einem guten Witz kommt die Pointe zum Schluss. Bei den vierzehn Songs auf "Das Leben ist kein Ponyschlecken" ist das genauso - und der Weg dahin besteht aus gut gelaunten Melodien mit liebevoll erzählten Geschichten aus dem Leben einer Klassefrau und Mutter. Diese musikalische Win-Win-Situation nennt sich Comedy-Pop und kommt von einer Künstlerin, die genau weiß, wie es geht. Auf ihrem im Mai erscheinenden Album präsentiert Mirja Boes Unterhaltung vom Feinsten.

Wie renommiert Mirja Boes ist, stellt keiner so gut unter den Scheffel, wie sie selbst. Drei Deutsche Comedy Preise und acht weitere Nominierungen erklärt sie damit, dass "ich wohl ganz lustig zu sein scheine" und ihr erstaunliches Portfolio an Talenten, inklusive gefeierten Soloprogrammen seit 2007, quittiert sie mit einem lachenden "demnächst kommen dann Voltigieren und Rhythmische Sportgymnastik dazu." Dabei ist Mirja Boes eines ganz klar: Eine extrem erfolgreiche Comedienne, die sich mit ihrem Album "Das Leben ist kein Ponyschlecken" einen Herzenswunsch erfüllt hat, und uns mit zu ihren künstlerischen Wurzeln nimmt. Angefangen hat das mit der Musik nämlich schon mit ihrer Zeit im Jugendsinfonieorchester. Neben der obligatorischen Blockflöte lernt Mirja, die aus einer sehr musikalischen Familie stammt, Klavier und Fagott, und beginnt ein Studium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater. Wegen anhaltender Stimmbandprobleme muss sie eine professionelle Gesangskarriere zwar zunächst an den Nagel hängen, singt aber bei der Kölner Frauenband "Die Fabulösen Thekenschlampen" leidenschaftlich weiter und widmet sich erst mal ihrer anderen großen Liebe: Comedy.

Wenn sie also jetzt ein Album veröffentlicht und singt, müssen ihre Fans keine ?neue Mirja' befürchten, sondern können sich einfach auf ?noch mehr Mirja' freuen. Musik hat in ihren Soloprogrammen ja auch schon immer eine Rolle gespielt - nur, wo es vorher Stand-up mit Musik gab, gibt es jetzt eben Musik mit Stand-up. "Es wird aber keine verkopfte Jazzveranstaltung. Ich improvisiere im Programm genauso viel wie immer und auch die Band wird schlimme Sachen machen müssen", grinst Mirja. "Und das Publikum wird natürlich wieder einbezogen: Der Song "Liebesbrief" wird z.B. an einen Mann verlost werden, der auf einem Thron Platz nehmen darf und dann von mir besungen wird; und es wird eine ?Wildcard' für die Rhythmusgruppe in einem Song zu gewinnen geben." Nur werden bei all dem liebgewonnenen Spaß diesmal auch ausgemachte Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen, denn Mirja hat das Handwerk von der Pike auf gelernt und bringt standesgemäß zum ersten Mal eine komplette Profiband auf die Bühne.

Apropos Profis. Die aufregendsten Kunstwerke entstehen oft aus Kollaborationen und so hat Mirja Boes sich für die Produktion von "Das Leben ist kein Ponyschlecken" illustre Künstlerkollegen ins Boot geholt. Mit Frank Ramond gewann sie nicht nur einen kongenialen Texter, sondern gleichzeitig einen erfahrenen Produzenten, der ihr, zusammen mit Routinier Jörn Heilbut, die perfekten Songs auf den Leib schneiderte. Ganz bewusst maßgefertigt auf den tatsächlichen Alltag von Mirja - einer berufstätigen Mutter von zwei Söhnen, die voll im Leben steht - und deswegen gleichzeitig die logische Weiterführung ihrer Stand-up-Philosophie, die schon immer mit erstaunlich uneitler Authentizität punktete. "Dahinter steht schon auch die Message, dass ich natürlich nicht anders bin als andere, und es vollkommen okay ist, dies oder jenes alberne Gefühl zu haben. Auch wenn nicht alle Geschichten auf dem Album biografisch sind, weiß ich doch genau, auf wen die einzelnen Songs gemünzt sind oder über wen ich sogar ganz konkret gerade singe - Britta zum Beispiel muss ja nicht unbedingt wissen, dass sie in Wahrheit anders heißt ..."

Britta? Der Name der Protagonistin des Songs "Britta wär 'ne bessere Mutti" mag ein Platzhalter sein, der Inhalt aber ist nichtsdestotrotz so präzise beobachtet, dass man nach jeder Zeile heftig nicken möchte. "Auch wenn das in meinem Freundeskreis so nicht vorkommt, begegnet man spätestens auf dem Spielplatz einer ?Britta', bei der man denkt: ?Ah, so macht die das! Naja, wir haben dafür halt viel Spaß'". Reichlich realer Bezug findet sich auch in "20.000 Worte am Tag", "Männer sind Jäger" und "Schlaflied" - alles Themen, die sich in den Gesprächen zwischen Boes und Ramond herauskristallisiert haben. Die Prozedur des Kinder-ins-Bett-bringens, die mitunter zum Kleinkrieg mutieren kann, und in "Schlaflied" augenzwinkernd vertont und satirisch mit orchestralem Arrangement untermalt wird, kennt Mirja aus erster Hand: "Das ist doch ein Problem, das viele Mütter haben: Natürlich reißt einem auch bei den eigenen Kindern mal der Geduldsfaden - das heißt ja nicht, dass man sie nicht von Herzen liebt. Auch wenn meine Söhne relativ pflegeleicht sind und gut schlafen, darf auch ich mich beschweren, wenn das in einer Phase mal nicht so läuft. Vielleicht sind manche Mütter erleichtert, dass es durchaus ?erlaubt' ist, mal nicht perfekt zu sein. Ich jedenfalls gehe meinen Jungs ganz sicher auch ab und zu gehörig auf die Nerven."

Genau diese unverblümten Beobachtungen der kleinen Dinge des Lebens sind es, die "Das Leben ist kein Ponyschlecken" so erfrischend unprätentiös machen. Eine Tatsache, die auch Familienvater Ramond großen Spaß bereitet hat: "Mirja ist ja allein schon durch ihren Beruf mit viel Selbstironie ausgestattet. Meine Kinder sind zwar schon etwas älter, aber es war toll, unsere Erfahrungen zusammenzuwerfen und auch die eine oder andere würdelose Situation anzusprechen. Wenn man das Ganze dann aus der eigenen Perspektive beschreibt, geht das Verletzende daran verloren." So entstanden in knapp drei Monaten balladeske Schmeichler wie "Liebesbrief" und "Schenk mir ein Lächeln" und entwaffnende Volltreffer wie "Kinder, wollt ihr Kika Gucken?" und "Scheidungshund", die es allesamt schaffen, sogar die nicht ausschließlich lustigen Hintergründe elegant zu umschiffen. Wie in "Bei mir zuhause sind schon Drei", in dem herrlich undramatisch die Überraschung reflektiert wird, mal wieder als Frau und nicht nur als Mutter oder Partnerin wahrgenommen zu werden. Genauso souverän widersetzen sich auch die Kompositionen jeglicher Genre-Spießigkeit und bedienen sich aus Easy-Listening, Reggae, Disco und Alternative bis hin zu gekonntem Bigband-Sound. "Das Leben ist kein Ponyschlecken" ist ganz einfach ungenierte, unbeschwerte Unterhaltung wie man sie von Mirja Boes kennt - nur eben diesmal mit Musik.

Und gerade diese Komponente ist ihr sehr wichtig: "Ich bin da tatsächlich emotional und empfinde dieses Album als eines meiner wichtigsten Projekte überhaupt. Natürlich wünsche ich mir, dass das Publikum daran genauso viel Freude hat wie ich und mich weitersingen lässt - und wenn die Leute sich dann live ?Griechischer Wein' wünschen, singe ich das gerne auch noch. Das Größte wäre jedenfalls, wenn sich bei dem einen oder anderen beim Anhören eine kleine Gänsehaut regt - das würde mich sehr stolz machen." - Womit dann auch klargestellt wäre, dass man es mit Comedy-Pop verdammt ernst meinen kann.

Das Album "Das Leben ist kein Ponyschlecken" erscheint am30. Mai 2014 bei Sony Music Germany - das gleichnamige neue Soloprogramm von Mirja Boes & die Honky Donkys feiert am 23. Oktober 2014 im Kölner "Gloria" Livepremiere.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mirja-boes.de

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