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Biographie

Das Finale der siebten "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel wird Musikfans in Deutschland wohl lange in Erinnerung bleiben. Die kaum erträgliche Spannung und Dramatik, die sich aus der großen Rivalität der beiden Finalisten ergab, machte die Bekanntgabe des abschließenden Zuschauervotings, dessen Ausgang völlig unvorhersehbar war, zu einem der aufregendsten TV-Momente der jüngeren Fernsehgeschichte. Am Ende machte Mehrzad Marashi das Rennen - und stellte mit seiner Sieger-Single "Don't Believe" sofort einen Rekord auf. Erstmals in der DSDS-Geschichte war der Song direkt nach der Sendung als Download erhältlich und verkaufte sich in den ersten 24 Stunden öfters als jemals ein Song zuvor. Auch die Maxi-CD wurde sofort zum Topseller: nach nur fünf Tagen hatte der von Dieter Bohlen geschriebene und produzierte Song alleine in Deutschland mehr als 100.000 Käufer gefunden und rangierte nach der ersten Verkaufswoche unangefochten an der Spitze der Single-Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Es war allerdings nicht der erste Anlauf, den der 29-jährige Hamburger in Richtung Charts unternahm. Vor einigen Jahren verpasste Mehrzad den fast schon sicheren Entry in die Media Control Hitliste nur ganz knapp. Doch auch dieses frustrierende Erlebnis vermochte dem Sänger, der am 20. September 1980 in Teheran zur Welt gekommen war, nicht die Zuversicht zu nehmen, eines Tages im Musikgeschäft erfolgreich zu sein. Akribisch arbeitete er an seinen Songs und schulte seine Stimme, arrangierte Auftritte in kleiner Besetzung, begleitet von einem Gitarristen und einem Beatboxer. Um auch wirklich keine Option unversucht zu lassen, die großen Leidenschaft zum Erwerbs-Beruf zu machen, mit dem langfristig auch eine Familie versorgt werden kann, bewarb sich Mehrzad schließlich für die siebte Staffel der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" - eine Sendung, die er in den Jahren zuvor verfolgt hatte. "Ich habe sogar ein paar Mal angerufen", verrät der diesjährige DSDS-Sieger, "für Thomas Godoj, und auch Daniel Schuhmacher hat mir gefallen."

Mittlerweile hat der junge Familienvater (der seiner Freundin in der DSDS-Sendung am 10. April live im Fernsehen einen Heiratsantrag gemacht hatte) seinen ersten Nummer-Eins-Hit in der Tasche und unzählige Interviews souverän absolviert - darunter auch mit Medienvertretern seines Geburtslandes Iran. Denn auch in seiner Heimat wurde der Sieg des Sängers mit großem Stolz und Anerkennung zur Kenntnis genommen. Gleich nach seinem großen Triumph am 17. April wurde Mehrzad mit Einladungen zu Auftritten und TV-Shows im Iran überhäuft. "Ich bin froh, dass ich den Menschen in Deutschland ein anderes Bild vom Iran präsentieren kann, als man es sonst bekommt", erklärt er, "mir ist wichtig, dass man mein Heimatland nicht automatisch mit Mahmud Ahmadinedschad gleichsetzt."

Für einen Abstecher nach Teheran werden ihm allerdings vorerst die zeitlichen Kapazitäten fehlen: Nach Videodreh und diversen Promotion-Terminen stehen die Arbeiten am ersten Album, mit dem der Endzwanziger den bestmöglichen Karrierestart hinlegen will, auf der persönlichen Prio-Liste ganz oben. "Es ist mir wichtig, dass es ein ?cooles Album' wird", sagt Marashi, "gute Songs aus verschiedenen musikalischen Stilrichtungen." Grundsätzlich fühlt er sich in den Genres Soul und Pop am aller wohlsten.

Über all den musikalisch-künstlerischen Erwägungen steht für den Sänger allerdings die Nachhaltigkeit der soeben begonnenen Karriere als Profi. "Mein Ziel ist es natürlich, so lange wie möglich Hits zu haben und mich langfristig zu etablieren. Schließlich habe ich eine Familie zu ernähren." Mit der Rekorde-Brechenden Debütsingle "Don't Believe", die einen neuen Download-Rekord aufstellte und in weniger als einer Woche sechsstellige Verkaufszahlen erreichte, hat er den ersten Schritt seines Weges auf mehr als spektakuläre Art und Weise vollzogen.

Mehrzads Marashis Debütalbum erscheint Anfang Juni.

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