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Biographie

Groß, größer, Meat Loaf. Nach vierzig Jahren im Musikbusiness und über hundert Millionen verkauften Tonträgern weltweit hat der US-amerikanische Sänger, Songwriter und Schauspieler längst "larger than life"-Status erreicht. Seine Songs sind Klassiker und seine spektakulären Kollaborationen legendär. Sein 1977 erschienenes Album "Bat Out Of Hell" gilt nicht nur als Meilenstein des Classic Rock und war in der Folge stilbildend für Generationen von Musikern, es zählt mit etwa 43 Millionen Exemplaren auch zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten.

Dass Meat Loaf aber noch lange nicht genug hat, zeigt er nun mit seinem neuen Studioalbum "Hell In A Handbasket", das am 2. Dezember erscheint. "Es ist mein bislang persönlichste Album", erklärt der Grammy-Preisträger, "ich will darauf zeigen, wie die Welt meiner Ansicht nach den Bach runter geht. Es ist tatsächlich die erste Platte, auf der ich sage, was ich über das Leben denke und darüber, was derzeit geschieht."

"Hell In A Handbasket" wurde von Paul Crook (Anthrax, Adam Lambert, Sebastian Bach etc.) produziert und enthält einmal mehr hochinteressante Kollaborationen und Special Guests. So steuerte z.B. Public Enemy-Legende Chuck D einen Rap zur Coverversion des Tom Cochran-Songs "Mad Mad World" bei, die zudem den Zusatz-Titel "The Good God's A Woman And She Don't Like Ugly" erhielt. "Chuck D ist der Rapper der Rapper. Er ist das Original und jeder Rapper, der nach ihm kam, versuchte so zu sein wie er. Mit ihm auf dem Album ist uns ein ziemlicher Coup gelungen und ich bin sehr beeindruckt von dem, was er geschrieben hat." Mit Lil Jon findet sich überdies ein weiterer Star des Genres auf dem Album. Der Rapper und Produzent hatte zusammen mit Meat Loaf in der TV-Show "Celebrity Apprentice" mitgewirkt und ist nun auf dem Stück "Stand In The Storm" zu hören. Doch kein Meat Loaf-Album wäre komplett ohne Duettpartnerin Patti Russo - sie ist auf zwei Songs vertreten: bei "Our Love And Our Souls" und der Neuinterpretation des Evergreens "California Dreamin'" von The Mamas And The Papas.


Meat Loaf wurde als Marvin Lee Aday am 27. September 1947 in Dallas, Texas, geboren. Bereits im Alter von zwei Jahren bekam er von seinem Vater den Spitznamen "Meat" verpasst, den Zusatz "Loaf" verdankt er seinem Footballtrainer, dem er als Dreizehnjähriger auf den Fuß getreten war.

Seine Musikkarriere begann Ende der Sechzigerjahre in Los Angeles, wo er mit einigen Rockbands im Vorprogramm von The Who, Joe Cocker und Iggy Pop auftrat. Eine Rolle im Musical "Hair" verschaffte ihm die Aufmerksamkeit des legendären Motown-Labels, wo er 1971 das Duett-Album "Stoney and Meat Loaf" veröffentlichte. Ein Schlüsselereignis war die Begegnung mit Musical- und Songwriter Jim Steinman während eines Vorsingens in New York. Ab Mitte der Siebziger Jahre ging es schließlich Schlag auf Schlag: neben dem Angebot, in der "Rocky Horror Picture Show" mitzuwirken, arbeitete er mit Steinman (plus Todd Rundgren und Jimmy Iovine) an seinem Solo-Debütalbum "Bat Out Of Hell", das 1977 erschien. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Longplayer zu seinem Langzeit-Bestseller und war bis zur Veröffentlichung des AC/DC-Albums "Back In Black" 1980 das meistverkaufte Album der Musikgeschichte. Mit 88 Wochen in den US-Charts sowie 395 Wochen in den UK-Charts hält "Bat Out Of Hell" den Guinness-Weltrekord als "Longest Charting Record".

Nach dem Ende der Partnerschaft mit Jim Steinman folgten zwischen 1981 und 1984 drei weitere Alben ("Dead Ringer", "Midnight At The Lost And Found" und "Bad Attitude"), die allesamt die Top Ten der britischen Charts erreichten. In Deutschland platzierte sich "Dead Ringer", das u.a. die Hitsingle "Dead Ringer For Love" (im Duett mit Cher) enthielt, Platz acht. Die beiden folgenden Alben erreichten die Top 30 der Media Control Charts.

Erst 1987 versöhnten sich Meat Loaf und Jim Steinman wieder und begannen, gemeinsam an einer "Bat Out Of Hell"-Fortsetzung. "Bat Out Of Hell II (Back into Hell)" erschien schließlich 1993 und bescherte dem Sänger ein sensationelles Comeback. Die Powerballade "I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)" erreichte weltweit die Spitze der Single-Charts (u.a. Platz eins in den USA, UK, Schweiz, Österreich und Deutschland) und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.

In den folgenden Jahren veröffentlichte Meat Loaf die Studioalben "Welcome to the Neighborhood" (1995), "Couldn't Have Said It Better" (2003), "Bat Out Of Hell III: The Monster Is Loose 2" (2006) und "Hang Cool Teddy" (2010), an deren Entstehung Steinman (wenn überhaupt) nur noch am Rande beteiligt war. So wirkten an "Bat Out Of Hell III" u.a. Nikki Sixx (Motley Crue), John 5 (Marilyn Manson), Brian May und Steve Vai mit. Außerdem erschien eine "Storytellers"-CD (1999) sowie das Album "Meat Loaf - Live With The Melbourne Symphony Orchestra" (2004), das Aufnahmen seiner größten Hits zusammen mit Orchesterbegleitung enthielt.

Neben der Musik widmete sich Meat Loaf karrierebegleitend auch immer wieder der Schauspielerei. Neben seiner wohl berühmtesten Rolle als Eddie in der Verfilmung des Kult-Musicals "The Rocky Horror Picture Show" (1975) stand er in zahlreichen Filmen wie "Roadie", "Fight Club" und "Wayne's World" vor der Kamera. 2009 übernahm er Gastrollen in den TV-Serien "Dr. House" und "Monk", im vergangenen Jahr spielte er in der Folge "The Rocky Horror Glee Show" in der 2. Staffel der erfolgreichen Fernsehserie "Glee" mit.

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