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Biographie

Leonard Cohen war ein meisterhafter Songwriter, Musiker, Poet, Schriftsteller und bildender Künstler, dessen beeindruckendes Werk, das im Rahmen seiner fünf Jahrzehnte umfassenden Karriere entstand, das Leben von Millionen Menschen auf der ganzen Welt berührte. Seine künstlerische Auseinandersetzung mit spirituellen, zwischenmenschlichen, romantischen und politischen Themen inspirierte unzählige zeitgenössische Musiker, Songwriter und Schriftsteller. Er veröffentlichte weltweit mehr als dreißig Alben und dreizehn Bücher, das letzte mit dem Titel "The Flame" erschien 2018.

Cohen hatte einen unschätzbaren Einfluss auf Künstler aus den Bereichen Musik und Theater auf der ganzen Welt. Als er im März 2008 in die Rock & Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde, ehrte ihn der legendäre Lou Reed als "höchste und einflussreichste Songwriter-Instanz". Die Stücke des Leonard Cohen-Songbooks wurden von hunderten SängerInnen und Bands interpretiert, darunter Jeff Buckley, Bob Dylan, Lana Del Rey, Nina Simone, Johnny Cash, Lou Reed, Tori Amos, Nick Cave, Joan Baez, Harry Belafonte, Rufus Wainwright und The Civil Wars. Überall auf der Welt erschienen zahllose Tribute-Alben.

Im Jahre 2008 wurde Cohens "Hallelujah" zur schnellstverkauften Digital-Single in der Geschichte Europas, als drei verschiedene Versionen des Songs gleichzeitig in den UK Singles Charts auftauchten: neben Cohens Original, eine Aufnahme von Jeff Buckley und eine Coverversion von "X Factor"-Gewinnerin Alexandra Burke. Oft dienten seine Songs zur emotionalisierenden Untermalung von Kino- oder Fernseh-Produktionen. So waren seine Kompositionen u.a. in Filmen und Serien wie Watchmen, The Passion of The Christ, Natural Born Killers, The Wonder Boys, Pump Up The Volume, Secretary, The West Wing und The O.C. zu hören.

Leonard Cohen erhielt 2010 einen Grammy für sein Lebenswerk (Lifetime Achievement Award), wurde 2008 in die Rock & Roll Hall Of Fame, 2006 in die Canadian Music Hall Of Fame und 2010 in die Songwriters Hall Of Fame aufgenommen. Er wurde 2011 mit dem renommierten Principe de Asturias Prize, dem höchsten Literaturpreis Spaniens, ausgezeichnet und erhielt 2011 in Kanada den Glenn Gould Prize, mit dem eine Einzelperson geehrt wird, die mit ihrer Kunst das menschliche Dasein nachhaltig bereichert hat. Der gebürtige Kanadier wurde außerdem mit den höchsten zivilen Auszeichnungen seines Landes ausgezeichnet, darunter "Officer of the Order of Canada" (1991), "Companion to the Order of Canada" (2003) und "Grand Officer of the National Order of Quebec" (2008).

Cohens letzte Konzertreisen, auf denen er zwischen 2008 und 2013 überall auf der Welt gastierte, wurden von Fans und Kritikern einhellig als eine in jeder Hinsicht "spirituelle Erfahrung" gefeiert. Die insgesamt 470 Shows in 31 Ländern lockten vier Millionen Zuschauer.

Anlässlich seines ersten Todestages fand am 7. November 2017 in Montreal ein Konzertevent mit dem Titel "Tower Of Song" statt. Es war gleichzeitig der Auftakt zu einer einwöchigen Feier zu Ehren von Cohen, u.a. mit der Wanderausstellung "A Crack in Everything" des Musée d'art contemporain de Montréal's (MAC), die auch in New York gastierte und 2020/2021 in Dänemark und San Francisco zu sehen sein wird. Das von Cohens Werk inspirierte Stück "Dance Me" des Les Ballets Jazz de Montréal wurde in mehr als achtzig renommierten Theatern in Kanada, den USA, Europa und China aufgeführt - und wird auch im Jahr 2020 zu sehen sein. Erst vor Kurzem ehrte die kanadische Post Leonard Cohen mit einem Set Gedenk-Briefmarken, die zum 85. Geburtstag der Ikone erschienen.

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