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Biographie

Ein Kaiser, ein Wort! Mit ihrer letzten Scheibe haben Kaiser Franz Josef das Versprechen "Make Rock Great Again" voll und ganz eingelöst. Seiner Ansage entsprechend hat das Trio aus Wien einem ganzen Musikgenre einen ordentlichen royalen Arschtritt verpasst und sich im Anschluss auch live den Ruf als enorm druckvolle Formation von internationalem Format erarbeitet. Doch statt sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, hängen die Österreicher die kaiserliche Rock-Messlatte mit ihrem brandneuen Longplayer "III" noch ein gutes Stück höher!

In absoluter Rekordzeit hat sich das 2010 gegründete Trio einen hervorragenden Namen in der europäischen Rockmusik erarbeitet. Ihre Headliner-Shows münden nicht selten im kompletten Vollabriss. Die Band erspielte sich sogar den anerkennenden Respekt der ganz Großen ihres Genres - im Vorprogramm von Legenden wie AC/DC oder Billy Idol.
Sie haben die Massen als Support von Airbourne oder The BossHoss restlos begeistert und die Bühnen beim Download Festival, dem Wacken Open Air und bei Rock am Ring & Rock im Park zum Wackeln gebracht. In den letzten zwei Jahren kam es außerdem zu so manch denkwürdiger Begegnung in der seltsamen Twilight-Zone des Rock And Roll, wie Frontmann und Gitarrist Sham grinsend berichtet. "Bei einem Festival kam uns Foo Fighters-Gitarrist Pat Smear im Backstage-Bereich entgegen. Er verwechselte unseren Bassisten Pete scheinbar mit seinem Bandkollegen Taylor Hawkins und war völlig aus dem Häuschen wegen der Ähnlichkeit zwischen den beiden. Er konnte sich gar nicht mehr einkriegen. Als er sich dann einigermaßen beruhigt hatte, kamen wir schließlich ins Gespräch. Er fragte nach unserem Namen und erzählte dann überrascht, er würde gerade ein Buch über Kaiser Franz Josef lesen. Eine völlig bizarre Geschichte..."

Nach fast vierundzwanzig Monaten ununterbrochenen Tourens haben sich die zweifachen Amadeus-Award-Preisträger Mitte 2019 wieder im Studio zusammengefunden, um an ihrem dritten Album zu arbeiten. Nachdem das Trio im März mit dem Outtake "Dive" schon einen ersten Vorgeschmack veröffentlicht hat, schicken Kaiser Franz Josef nun endlich ihr neues, schlicht "III" betiteltes Album hinterher. Entstanden die ersten beiden Alben des Trios noch in Eigenregie im bandeigenen Probekeller, so konnten Sänger/ Gitarrist Sham, Drummer Tom und Bassist Pete diesmal eine international renommierte Studio-Ikone für die Produktion ihres dritten Longplayers gewinnen: Niemand Geringerer als der vielfach Grammy-nominierte Producer Tom Dalgety (Pixies, Rammstein, Royal Blood, Ghost) zeichnet für den wuchtigen Breitwand-Sound der neuen Tracks verantwortlich. Für die Aufnahmen begaben sich Kaiser Franz Josef im Frühsommer 2019 in die legendären Rockfield Studios in Wales.

"Im Vorfeld trafen wir uns mit Tom bei uns in Wien, um in unserem Studio gemeinsam die Pre-Production vorzubereiten", so Sham weiter. "Wir haben uns sofort sehr gut verstanden und lagen auf einer Wellenlänge, was die Vorstellungen über das neue Album angeht. Wir haben ihn vom Flughafen abgeholt und sofort mit der Arbeit begonnen." Kaiserliche Effizienz in Reinkultur. Nachdem die Vorproduktionsphase erfolgreich abgeschlossen war, machte man sich gute acht Wochen später auf in Richtung Großbritannien, um die Songs in Tom Dalgetys Mythen umwehten Rockfield Studios aufzunehmen. Von Wien nach Wales im vollgepackten Mini-Bandbus. Ein Roadtrip-Abenteuer im Austria-Style: Über 1.800 Kilometer durch sechs Länder in knapp vierzehn Stunden - so geht Rock And Roll! "Gegen späten Mittag sind wir schließlich komplett verschwitzt und übermüdet irgendwo im Nirgendwo angekommen", erinnert sich Sham. "Das Studio ist auf einer sehr ländlichen Farm mit mehreren Gästehäusern. Sich vorzustellen, welche Legenden dort schon aufgenommen haben und was diese Wände schon alles erlebt haben, verursacht einem eine echte Gänsehaut. Black Sabbath, Iggy Pop, Rush, Motörhead... Ich habe in dem Zimmer übernachtet, in dem damals Freddie Mercury geschlafen hat. Und auch im Studio steht noch das Klavier, das auf `Bohemian Rhapsody` zu hören ist! Ursprünglich wollten wir einen Piano-Part in einen unserer Songs einbauen. Leider ist das aber im Laufe der Arbeiten in Vergessenheit geraten."

Ein Hauch von Rock-History, der auch ohne Klavier-Einsatz deutliche Spuren hinterlassen hat. Auf "III" präsentieren sich Kaiser Franz Josef heute so druckvoll, energiegeladen und facettenreich, wie nie zuvor. Eine Tatsache, die das Trio bereits mit der ersten Vorabsingle "Dive" demonstriert hat: Zu nach vorne gehenden Kick-Ass-Gitarren, einem treibenden In-Your-Face-Beat und einer elektrisierenden Hookline, verhandelt Sham mit seinen markanten Vocals eine Thematik, vor der man in diesen Zeiten nicht mehr die Augen verschließen kann: "Der Song handelt im Grunde von einem tiefen Gefühl der Scham", so der Sänger. "In meinen Augen verdienen wir es nicht, hier zu sein und dem Planeten all das anzutun, was gerade überall auf der Welt abgeht. Wir verhalten uns respektlos gegenüber diesem Planeten, anderen Lebewesen und natürlich auch uns selbst. Jeder von uns trägt auf seine Weise zur Zerstörung dieses Ökosystems bei. Jeder verantwortungsbewusste Mensch sollte sich Gedanken machen, ob er Teil des Problems oder der Lösung sein will."

Eine Thematik, die wohl niemals aktueller war. Und auch auf dem rockigen Ohrwurm "All In My Head" nehmen sich Kaiser Franz Josef einem wichtigen Umstand an: Immer weiter fortschreitenden mentalen Störungen in einer buchstäblich verrückten Zeit. "Wir haben schon immer über das geschrieben, was uns bewegt. Diesmal ist sehr viel unterbewusst entstanden und dann durch verschiedene bandinterne Filter gegangen. Wir berichten über die Welt und wie wir sie sehen. Über den Stand der Dinge und darüber, dass dieser Planet in vielen Bereichen aus der Balance geraten ist. Das Stück wurde von einer Person aus meinem Bekanntenkreis inspiriert, die mir sehr nahe steht. Ich habe versucht, mich in einen Zustand der Schizophrenie hineinzuversetzen."

Extrem groovy wird es dagegen auf der Single "Epitaph", auf der sich Kaiser Franz Josef mit toxischen Beziehungen beschäftigen. Frontmann Sham gibt sich geheimnisvoll: "Es handelt von diesem ganz besonderen Schlag Mensch. Von der narzisstischen schwarzen Witwe, die dich mit Haut und Haaren auffrisst und dir auf deinem letzten Weg sogar noch das letzte Bisschen Kohle aus der Tasche zieht. Sie steuert dich wie eine Marionette, ohne dass du es merkst. Einen Kampf mit ihr kann man einfach nicht gewinnen..." Neben typischen Abgeh-Nummern wie "Strip My Soul" oder "Otherside", präsentieren sich Kaiser Franz Josef mit dem atmosphärischen Kopfkino-Rocker "Overdue" und der gefühlvollen Midtempo-Hymne "Rings To The Bone" von einer bisher noch unbekannten Seite.

Auf ganz besondere Unterstützung konnte sich das Trio auf dem Track "Cactus" verlassen, den Seasick Steve sowohl stimmlich, als auch mit einer seiner selbstgebauten Gitarrenkreationen veredelt. "Er ist einfach eine lebende Legende und wir sind total dankbar, ihn als international Feature auf der Platte zu haben", so Sham abschließend. "Er sorgt auf `Cactus` definitiv für den gewissen Mojo. Dieser Dude ist einfach so real. Ich glaube, er wohnt irgendwo in einem kleinen Dorf in England. Wir mussten ihm die Spuren ganz altmodisch auf Tape per Kurier schicken; er schickte seine Aufnahmen dann auch wieder auf Tape zurück, so dass Tom Dalgety sie im Rockfield Studio wieder konvertieren musste und dann abgemischt hat. Die Arbeiten zu diesem Album waren ein einziger, verrückter Ritt voller großartiger Geschichten, die wir sicher noch unseren Enkeln erzählen werden. Wir sind unfassbar stolz auf diese Platte. Ich denke, das hört man auch." Ein Kaiser, ein Wort.

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