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Biographie

Jane Monheit


Mit ihren immer noch sehr jungen Jahren - inzwischen ist sie 24 - hat Jane Monheit eine Menge erreicht. Ihre Geschichte erinnert an alte Filme, aber sie ist wahrhaftig und reichlich in den Medien dokumentiert worden.

Jane Monheit belegte mit 2o Jahren den zweiten Platz im Thelonious Monk-Wettbewerb, einer anerkannten - und überaus strengen - jährlichen Musiker- und Sänger-Leistungsvorstellung in New York. Mit Carl Griffin, Präsident von N-Coded, und Mary AnnTopper, früher Managerin von Diana Krall, findet sie noch am selben Abend ein engagiertes und erfahrenes Geleitteam auf dem Weg in die internationale Karriere.

Gleich ihr erstes Album "Never Never Land", produziert vom mehrfachen Grammy-Gewinner Joel Dorn und eingespielt mit gestandenen Jazz-Musikern wie dem Pianisten Kenny Barron, dem Bassisten Ron Carter, den Saxophonisten David "Fathead" Newman und Hank Crawford, verkauft sich bemerkenswert gut. Es hielt sich über ein Jahr in den Bilboard Jazzcharts in den Top Ten, die amerikanische Vereinigung der Jazz Journalisten hält ihr Album für das "Best Recording Debut" und auch in Deutschland wird Jane Monheit nach ausverkauften Clubkonzerten mit dem Jazz Award ausgezeichnet.

Die Nachfolge-Produktion "Come Dream With Me" erreicht mit der Veröffentlichung bereits die Nr. 1 der Billboard Jazz-Charts und Jane verzaubert mit ihren Konzerten im legendären Village Vanguard und The Algonquin die Jazzwelt von New York. Sie ist nahezu ununterbrochen auf Tournee, heiratet unterwegs gleich ihren Schlagzeuger, der fortan als Ehemann und begleitender Musiker immer mit dabei ist.

Jane Monheit hat es geschafft - oder andersherum betrachtet - jetzt geht es für sie erst richtig los! Ihr drittes Album ist fertig und zur Veröffentlichung am 7. Oktober 2002 vorgesehen. "In The Sun" kombiniert ihre natürliche, tonale Sicherheit mit der Erfahrung der letzten Jahre und lässt die inspirierende und harmonische Studiozeit erkennen. Es steht für die Reputation, die Monheit heute als eine der stärksten und perfektesten neuen Sängerinnen erreicht hat und "wird ihren Ruhm weit über die eng gesteckten Grenzen der Jazzwelt hinaustragen", so der Kritiker Daniel Okrent im Time Magazine.

Joel Dorn hat auch dieses Album produziert. Er äußert sich in der Los Angeles Times
über Monheit: "Roberta Flack und Bette Midler waren beide total unbekannt, bevor ich begann, mit ihnen zu arbeiten, und dann gingen sie raketengleich ab. Bei Monheit
sehe ich die Entwicklung als ein 3-Stufen-Programm." Für Jane Monheit ist "In The Sun" so besonders, weil es wirklich ihr Baby ist. Es ist genau das, was sie ausdrücken will: " Auf diesem Album haben sich so viele meiner kleinen Träume erfüllt."

Diese Träume beinhalten bei vier Titeln eine opulente Geigenbesetzung, und sie konnte die Arbeit von bekannten Arrangeuren wie Alan Broadbent und Vince Mendoza nutzen. Wieder wird sie von einigen der größten Jazz-Weltstars begleitet, inklusive dem Bassisten Ron Carter, dem Drummer Kenny Washington, dem Trompeter Tom Jarrell und dem Percussionisten Don Alias. Außerdem besetzt sie ihre Tourband mit dem Pianisten Michael Kanan, dem Bassisten Joe Martin, dem Saxophonisten Joel Frahm und dem Drummer Rick Montalbano. Mit ihnen tourte Jane Monheit letztes Jahr durch Deuschland. Sie ist stolz darauf, mit dem brasilianischen Singer-Songwriter Ivan Lins singen zu können, dessen Musik sie schon seit jeher liebt. Ein neuer Gitarrist an ihrer Seite ist Rene Toledo, der ihr von Dorn empfohlen wurde. Monheit kombiniert die Lieblingsmusik seit Kindertagen, Classic Jazz und Pop, mit ihrem wachsenden Interesse an brasilianischer Musik und Sprache.

Der erste Titel auf dem Album, Duke Ellingston's "Just Squeeze Me", erinnert an Monheits Live-Performances. Die subtilen Arrangement-Harmonien vom Bassisten Joe Martin bringen einen frischen Sound in die Komposition, in dem Monheit sich gut aufgehoben fühlt. "Wenn die Band und ich zusammen arbeiten, kommen so viele kleine Geheimnisse und Entdeckungen zu Tage, die wir untereinander austauschen. Ich glaube, man kann spüren, wie viel Freude wir am Zusammenspielen haben". "Irving Berlin's "Cheek To Cheek" hat sie bereits oft während ihrer Auftritte gesungen, seitdem Mike Kanan ihr seine Version vorgespielt hat. Für das Album wird der Titel mit Ron Carter und Kenny Washington eingespielt.

"Chega de Saudade " (No More Blues) ist ein Bossa Nova-Klassiker, einer von drei brasilianischen Songs auf diesem Album. Die Faszination für brasilianische Musik ist keine Überraschung - sie sang bereits Titel von Antonio Carlos Jobim auf ihren ersten Alben. Der Albumtitel entstammt dem Song "Once I Walked In The Sun", eine neue Ivan Lins-Komposition, die er zusammen mit Jane Monheit das erste Mal einspielt. "Wir haben gar nicht lange überlegt", sagt Monheit, "sondern einfach drauflos gesungen" - ihre Auffassung von der besten Art und Weise, Musik zu machen. "Comecar de Novo", der bekannteste Lins-Titel, mit Geigen, Woodwinds, French Horn, Harfe und Kharrells Trompete geriet zum dramatischen Highlight des Albums.

Monheit hatte Lins während des Ford Detroit International Jazz Festivals 2001 kennen gelernt und traf ihn später erneut im Blue Note in New York City. Sie war überrascht, dass sie für Lins, dessen Musik sie seit Jahren liebte, ebenfalls keine Unbekannte war. Während einer Brasilien-Tournee hatten sie erstmals Gelegenheit, zusammen zu musizieren - ein Duett "Love Dance" für Lins` nächstes Album.

Für die Titel "Some Other Time" und "Haunted Heart" wird Monheits Stimme auf einem üppigen Violinenklangteppich ausgebreitet, ein Arrangement von Alan Broadbent, den sie bereits sehr lange kennt - er war es, der sie bei ihren Debut-Engagements im berühmten Oak Room im Hotel Algonquin begleitete. Dort spielten sie auch zusammen "Haunted Heart" - ein Titel, in den sich Jane schon vor Jahren auf einem Bill Evans-Album verliebt hat.

Die Zusammenarbeit mit Vince Mendoza war für Jane Monheit neu, aber schon seit seiner umwerfenden Arbeit auf Bjoerks "Vespertime" wollte sie seine Bekanntschaft machen. "Sein Arrangement von Lins' "Comecar de Novo" hat uns Alles abverlangt,
und seine Version von Judy Collins' "Since You've Asked" ließ den Song, der mir seit der Kindheit vertraut war, in einem völlig neuen Licht erscheinen. Vince gestaltet
ein magisches Klangbild, in dem ich vollkommen unangestrengt und selbst-verständlich singen kann. Er eröffnet mir Möglichkeiten, die ich mir sonst nie zugetraut hätte".

Monheits Liebe zur Pop Musik erkennt man in ihrer Interpretation von "Love Has No Pride". Die Sängerin hat seit jeher Bonie Raitt's Original dieses Songs wegen seiner Kraft und Klarheit geliebt. In diesem Song ist der Pianist Kenny Ascher ihr Duett-partner. "Als ich mit der Produktion anfing, dachte ich noch nicht, dass ich die Freiheit haben würde, Songs meiner Vorbilder zu singen." Mit diesen neu entdeckten Möglichkeiten gelang es Jane Monheit, Emotionen mit ihrer Stimme kraftvoller als je geahnt freizugeben. "Ich hatte immer Angst, einen Fehler zu machen, nicht perfekt zu sein, aber ich habe jetzt gelernt, es einfach fließen zu lassen."

Ein überraschendes Statement, denn eigentlich hatte Jane nie Grund, etwas zu verbergen. "Ich habe zur selben Zeit angefangen zu singen wie zu sprechen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was zuerst kam. Ich bin in einer musikalisch orientierten Familie in Long Island, New York, aufgewachsen, habe Jazz, Musical Theater und sogar Bluegrass Music seit frühester Kindheit aufgesogen. Nachdem ich Klarinette, Gesang und Musiktheorie im Gymnasium gelernt hatte, schrieb ich mich in der Manhattan School of Music ein und studierte zusammen mit Peter Eldridge, dem Gründungsmitglied der New York Voices. Zuvor wusste ich schon, dass ich rein technisch ganz gut singen konnte, aber er war es, der mich mit der Seele von den Songs vertraut machte. "Und ich kenne noch so viele Songs, mit denen ich mich noch auseinandersetzen will, um ihre wirkliche Bedeutung zu finden."

Producer Dorn erzählt, wie leicht es ist, die Songauswahl für ein Album zu treffen. "Jane kennt mindest vier Millionen Songs, und wenn sie irgendwann mal aufhören sollte, in vielen Jahren, wird sie den meisten davon ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben."


September 2002

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