Skip to main content

Biographie

Evgeny Kissin, im Oktober 1971 in Moskau geboren, begann bereits im Alter von zwei Jahren nach Gehör auf dem Klavier zu spielen und zu improvisieren. Ab dem siebten Lebensjahr besuchte er die Moskauer Gnessin-Musikschule, wo er Unterricht von Anna Pavlovna Kantor erhielt; sie sollte seine einzige Lehrerin bleiben. Mit zehn Jahren gab er sein Konzertdebüt, bei dem Mozarts Klavierkonzert KV 466 auf dem Programm stand; seinen ersten Klavierabend hielt er im darauffolgenden Jahr in Moskau ab. International Aufmerksamkeit erregte er im März 1984, als er im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums Chopins Klavierkonzert Nr. 1 und 2 mit der Staatsphilharmonie Moskau unter Dmitri Kitaenko spielte.

Kissins erste Auftritte außerhalb seines Heimatlandes fanden 1985 in Osteuropa statt, ein Jahr später folgte seine erste Tournee durch Japan. 1987 trat er im Rahmen der Berliner Festspiele erstmals in Westeuropa auf. 1988 fand dann eine Europatournee mit den Moskauer Virtuosi und Wladimir Spiwakow statt, und im selben Jahr gastierte er erstmals in London, und zwar beim London Symphony Orchestra unter Valery Gergiew. Im Dezember desselben Jahres wirkte er zusammen mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan in einem Neujahrskonzert mit, das in zahlreiche Länder ausgestrahlt wurde; dieser Auftritt fand im folgenden Jahr eine Wiederholung bei den Salzburger Oster-Festspielen.

1990 trat Kissin erstmals bei den Londoner BBC Promenade Concerts auf und debütierte in den USA, wo er mit dem New York Philharmonic unter der Leitung von Zubin Mehta die beiden Klavierkonzerte von Chopin spielte. In der darauffolgenden Woche eröffnete er die 100. Spielzeit der Carnegie Hall mit einem spektakulären ersten Klavierabend, das von RCA Victor Red Seal live aufgezeichnet wurde.

In Anerkennung um seine Leistungen erhielt Kissin weltweit Preise und Ehrungen. 1987 erhielt er den Crystal Prize der Osaka Symphony Hall für die beste Aufführung des Jahres 1986 (sein erster Auftritt in Japan). Bei der GRAMMY(r) Awards Ceremony 1992, das ein Fernsehpublikum von über einer Milliarde Menschen live verfolgte, war er Ehrengast, 1995 wurde er von Musical America zum Instrumentalisten des Jahres gewählt - der jüngste Musiker, dem diese Ehre zuteil wurde. Zwei Jahre später wurde er wegen seines herausragenden Beitrags zur russischen Kultur mit dem angesehenen Triumph-Preis ausgezeichnet, einem der höchsten Preise der Russischen Republik, und auch dort war er der Jüngste, der je diese Auszeichnung erhielt. Als erster Pianist gab er 1997 bei den BBC Promenade Concerts einen Klavierabend, und in der Spielzeit 2000 war er der erste Konzertsolist, der beim Eröffnungskonzert der Proms mitwirkte. Im Mai 2001 wurde Kissin von der Manhattan School of Music zum Ehrendoktor der Musik ernannt.

Kissin spielte bereits unter vielen berühmten Dirigenten, unter anderem Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Levine, Maazel, Ozawa, Svetlanov und Temirkanov, sowie mit zahlreichen weltbekannten Orchestern. Seine Tourneen führen ihn regelmäßig nach Japan und Europa sowie in die USA.

Auch seine Aufnahmen haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Echo Klassik 2006 ("Scriabin, Medtner, Stravinsky", 82876 653902), den Diapason d`Or, den Edison Klassiek und einen Grammy Award als beste instrumentale Solo-Performance 2005 ("Scriabin, Medtner, Stravinsky", 82876 653902).

Evgeny Kissin erhielt 2005 außerdem einen der angesehensten Preise der Musikwelt, den Herbert-von-Karajan Preis. Er entschied sich diesen Preis der Music of Life Foundation und der Royal Academy of Music in London zu stiften. Dadurch kann die Music of Life Foundation ihr einzigartiges Programm fortsetzen, mit dem sie jungen benachteiligten Musikern aus Russland und Großbritannien hilft. Im selben Jahr wurde Kissin Ehrenmitglied der Royal Academy of Music.


Aufgrund seiner Musikalität, der tiefen und poetischen Qualität seiner Interpretationen und seiner außergewöhnlichen Virtuosität gehört Kissin heute zu den führenden Persönlichkeiten der neuen Pianistengeneration. In aller Welt als Solist begehrt, ist er unter zahlreichen großen Dirigenten aufgetreten, etwa Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Dohnányi, Giulini, Levine, Maazel, Ozawa, Svetlanow und Temirkanow, wobei er mit allen bedeutenden Orchestern zusammenwirkte. Er unternimmt regelmäßig Tourneen durch die Vereinigten Staaten, Japan und Europa.

Auch Kissins Einspielungen haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, etwa den Edison Klassiek der Niederlande, den Diapason d'Or und den Grand Prix de la Nouvelle Académie du Disque in Frankreich sowie Preise von zahlreichen Musikzeitschriften aus aller Welt.

Newsletter

DEMO