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Biographie

Selten in der Eurovision-Geschichte wurde eine Teilnehmerin bereits im Vorfeld so in die Favoritenrolle erhoben wie Emmelie de Forest beim Song Contest 2013. Und noch viel seltener gelang es einer Sängerin, den Vorschusslorbeeren so souverän gerecht zu werden wie die 20-jährige Dänin am 18. Mai in der Malmö Arena. So setzte sich die junge Skandinavierin zunächst locker im Halbfinale durch und verwies schließlich auch im Finale ihre 25 Konkurrenten auf die Plätze. Dabei erhielt die bezaubernde Blondine von 36 der 39 abstimmenden Länder Punkte und setzte sich letztlich mit 281 Punkten (und damit 47 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Aserbaidschan) an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Über 120 Millionen Zuschauer hatten ihren Auftritt verfolgt und kurz nach dem Triumph kletterte Emmelies Siegertitel "Only Teardrops" europaweit an die Spitze der Charts.

"Es ist fantastisch, es ist unglaublich, das ist so groß und ich bin so überglücklich", jubelte die Siegerin. "Es ist so toll für mich, in Schweden zu gewinnen, denn ich bin halbe Schwedin, mein Vater war Schwede, er wäre sehr stolz auf mich. Es ist für mich wie ein zweites Heimatland, gerade dort zu gewinnen ist unfassbar."

Emmelies de Forests Weg auf den Eurovision-Thron ist ein wahrgewordenes dänisches Märchen. Wie aus dem Nichts tauchte sie auf und entschied die nationale Vorentscheidung mit "Only Teardrops" für sich - mit über 50 Prozent der Stimmen. "Es ist immer schwer, einen bestimmten Moment zu benennen, der einem als der glücklichste des Lebens in Erinnerung bleiben wird, aber der Sieg in der Eurovision-Vorausscheidung gehört ganz sicher dazu.", sagt sie. In ihrer Heimat war sie über Nacht zum Star geworden und auch die internationalen Buchmacher wurden auf sie aufmerksam, schnell entwickelte sie sich bei den Wettbüros zur Favoritin - und das, wie sich herausstellen sollten, völlig zu Recht.

Auch wenn ihr überlegener Sieg im nationalen Vorentscheid andere Vermutungen zulässt, die Eurovision-Teilnahme war nie das erklärte Karriere-Ziel der Sängerin. Wie ihr Name bereits suggeriert, gleicht ihr Werdegang vielmehr einem Märchen aus den Wäldern ihrer Heimat - sie ist ein Naturkind aus dem Norden des Landes, das am liebsten barfuß ist, stets umweht von einem nahezu magischen Zauber. "Ich mochte es noch nie, mit High Heels oder irgendwelchen andere Schuhen zu singen", erklärt sie. "Barfuß zu sein gibt mir das Gefühl, mit dem Boden in Verbindung zu stehen und ich fühle mich dadurch wesentlich entspannter."

Mit ihrer authentischen Persönlichkeit und ihrer unverwechselbaren Stimme ist Emmelie de Forest das genaue Gegenteil eines durchkonzipiertes Pop-Starlets. Trotz ihrer gerade einmal zwanzig Jahre kann sie bereits auf mehr als ein halbes Jahrzehnt als Musikerin zurückblicken. Einen Großteil ihrer Erfahrungen verdankt sie der Zusammenarbeit mit dem schottischen Sänger und Songwriter Fraser Neill. Zusammen spielen die beiden sowohl eigenes Material als auch innovative Folk-Interpretationen von Nirvana- oder Johnny Cash-Songs.

Mit dem Sieg beim Eurovision Song Contest 2013 ließ sie nun ihr eigenes, wunderbares Märchen wahr werden.

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