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Biographie

Wenn das mal nicht hochspektakuläres Zahlenmaterial ist: als sie ersten ihren Hit hatte, war der Zweite Weltkrieg gerade vorbei, als ihr letztes Album erschien, war "Internet" hierzulande noch ein Fremdwort und ihr neues Album enthält die ersten Studioaufnahmen seit 1967. Kein Zweifel: mit der Veröffentlichung des Longplayers "My Heart" bricht Hollywood-Ikone Doris Day mal so eben eine ganze Reihe von Musikbusiness-Rekorden. Doch auch musikalisch wartet die 87-jährige Sängerin, Schauspielerin und Tierschutz-Aktivistin mit einigen Überraschungen auf. Denn neben drei Evergreens aus ihrem 650 Songs umfassenden ?uvre enthält "My Heart" auch Interpretationen großer Rock- und Pop-Klassiker, darunter Joe Cockers Trademark-Ballade "You Are So Beautiful", Lovin Spoonfuls 1966er-Hit "Daydream" und "Disney Girls" der Beach Boys. "Ich musste einige moderne Songs singen", erklärt Doris Day, "den die alten habe ich ja alle schon gesungen".

Das Album enthält allerdings auch einige Neu-Kompositionen, die Doris Days Sohn Terry Melcher vor seinem Tod zusammen mit Beach-Boys-Mitglied Bruce Johnston geschrieben hatte, darunter das Titelstück "My Heart", "The Way I Dreamed It", "Heaven Tonight" und "Happy Endings". Letzteres wurde von Melcher selbst gesungen und enthält ein Spoken-Word-Intro seiner Mutter. Darüber hinaus findet sich unter den zwölf Stücken auch der Song "Ohio" aus der Broadway-Show "Wonderful Town" - eine Reminiszenz an den US-Bundesstaat, in dem Doris Day geboren wurde.

In dem Lied "Hurry, It's Lovely Up Here" kommt Doris Days lebenslange Liebe zur Natur zum Ausdruck - neben ihrem Engagement für die Rechte der Tiere ist sie passionierte Gärtnerin. "Life Is Just A Bowl Of Cherries" enthält eine Botschaft, für deren vollständige Erkenntnis Doris Day nach eigenen Angaben ein ganzes Leben benötigte. Und "My One And Only Love" ist ein American Classic aus der Feder des britischen Songwriters Guy Wood, den Doris gemeinsam mit dem Andre Previn Trio in einem einzigartigen Jazz-Arrangement neu interpretiert.

Das mit Abstand persönlichste Stück des Albums ist der Standard "My Buddy", den sie bereits 1951 im Michael-Curtiz-Film "I'll See You in My Dreams" (deutscher Titel: "In all meinen Träumen bist Du") sang. Die Hollywood-Legende widmete den Song ihrem Sohn Terry Melcher, der 2004 an Hautkrebs verstarb. Die Aufnahmen fanden noch unter der Regie von Melcher statt, der u.a. durch seine Produktionen der Byrds-Alben "Mr. Tambourine Man" und "Turn, Turn, Turn" einen legendären Ruf erwarb.

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