Skip to main content

Biographie

Geboren wurde Daniele Gatti in Mailand. Ein Schlüsselerlebnis hatte er im Alter von 14 Jahren, als er in seiner Heimatstadt eine Aufführung der sechsten Sinfonie von Mahler unter Claudio Abbado erlebte. "Es war die Erfahrung!", erinnert sich Daniele Gatti. Am nächsten Tag ging er in die Bibliothek des Konservatoriums und lieh sich die Partitur aus. Heute gilt Daniele Gatti selbst als ein wichtiger Mahler-Dirigent unserer Zeit.
Daniele Gatti studierte Klavier, Violine, Komposition und Dirigieren am Konservatorium in Mailand. Von 1992 bis 1997 war er Musikdirektor des Orchesters der Accademia di Santa Cecilia in Rom und wurde 1994 als Principal Guest Conductor an das Royal Opera House Covent Garden berufen. Von 1996 bis 1999 übernahm er die Leitung des Royal Philharmonic Orchestra und wirkte ab 1997 zehn Jahre lang als Musikdirektor beim Orchestra del Teatro Comunale di Bologna.
Eine besonders intensive musikalische Zusammenarbeit verbindet den italienischen Dirigenten mit den Wiener Philharmonikern. Seit Daniele Gatti 2002 mit Verdis Oper "Simon Boccanegra" sein Debüt an der Wiener Staatsoper gab, arbeitete er immer wieder mit dem Orchester zusammen, leitete Neuproduktionen wie "Otello", "Boris Godunow" und "Moses und Aron" und ging mit den Wiener Philharmonikern in der Saison 2007/2008 auf Europatournee, deren Höhepunkt die Aufführung des Verdi-Requiems im Vatikan markierte.
Erstmals war Daniele Gatti im Jahr 2008 künstlerisch-musikalischer Leiter bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth und hat dort im Sommer 2011 zum vierten Mal hintereinander Wagners "Parsifal" dirigiert. Im Sommer 2010 leitete er bei den Salzburger Festspielen eine viel beachtete Aufführung von Strauss' "Elektra". 2012 wird Daniele Gatti in Salzburg die Neuproduktion von Puccinis "La bohème" dirigieren. Unter anderem ist ein Brahms-Zyklus mit den Wiener Philharmonikern geplant sowie Neuproduktionen von "Die Meistersinger von Nürnberg" und "Mathis der Maler" am Opernhaus Zürich und "Falstaff" am Londoner Covent Garden.
Seit September 2008 ist Daniele Gatti Musikalischer Leiter des Orchestre National de France und seit der Spielzeit 2009/2010 hat er als Nachfolger von Franz Welser-Möst den Posten des Chefdirigenten des Opernhauses Zürich inne. Als Gastdirigent dirigiert er regelmäßig die Wiener Philharmoniker, das Koninklijk Concertgebouworkest, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker, das Orchestra Filarmonica della Scala, das New York Philharmonic, das Boston Symphony Orchestra und das Chicago Symphony Orchestra.
In Daniele Gattis ebenso musikalisch wie intellektuell fundierten Interpretationen findet sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen rigoroser Texttreue und Mut zur eigenen Deutung: "Wir müssen sorgsam mit der Tradition umgehen", sagt der italienische Maestro. "Aber ich möchte dem Publikum den Text so wiedergeben, wie ich ihn verstehe. Ich glaube, das ist die Aufgabe eines jeden Bühnenkünstlers, sonst würden wir ja immer nur das Gleiche wiederholen, was man schon vor Jahrzehnten gemacht hat."

Newsletter

DEMO