Skip to main content

Biographie

Carlos Nuñez begann seine musikalische Laufbahn im Alter von acht Jahren, als er sein Instrument, die 'gaita', den galizischen Dudelsack, bestimmte. Bereits im Alter von zwölf Jahren trat er als Solist auf - mit dem Lorient Sinfonie-Orchester führte er ein Werk von Shaun Davey auf. Heute ist er einer der angesehensten Dudelsackpfeifer der Welt, denn er beherrscht das Instrument in einer virtuosen Weise, wie sonst nur Schotten und Iren es tun. Carlos Nuñez erhielt auch eine klassische Blockflöten-Ausbildung. Obwohl er am Königlichen Konservatorium in Madrid die allerhöchste Note für sein Können im Blockflötenspiel erhielt, blieb er jedoch der reichhaltigen und uralten Musiktradition von Galizien treu.

Carlos Nuñez spielte zum ersten Mal 1989 mit der legendären irischen Folkband The Chieftains auf dem Soundtrack-Album zum Film "Treasure Island" (Die Schatzinsel), in dem Charlton Heston und Oliver Reed die Hauptrollen spielten. Seitdem hat er mehrmals als Gast auf Alben der Chieftains mitgespielt, wie zum Beispiel dem Besteller "The Long Black Veil" (auf dem von Sinéad O'Connor aufgenommenen Titel) und "Santiago" (mit Linda Ronstadt und Los Lobos), das der galizischen Musik gewidmet wurde. Diese Platte wurde 1996 mit einem Grammy als "Best World Music Album" ausgezeichnet. Carlos Nuñez ist mehr oder weniger zum siebten Mitglied der Chieftains geworden, denn er spielt inzwischen auf beinahe jedem Titel. Außerdem hat er die Band auf Tourneen in ganz Europa, in Japan, Australien und besonders den USA begleitet. So kam Carlos Nuñez in den Genuss, an solch berühmten Veranstaltungsorten wie der Royal Albert Hall in London und der Carnegie Hall in New York zu spielen.

Lange dauerte es nicht, bis er die weitreichende Erfahrung, die er gesammelt hatte, auf einem Debüt-Album vereinen konnte. "Brotherhood of Stars" (CD 74321-45375-2) heißt es, nach der alten Wallfahrt durch Galizien nach Santiago de Compostela, die den Sternen der Milchstraße folgte. Auf dieser Platte sind fünfzig Gäste vereint, darunter The Chieftains, der amerikanische Gitarrist Ry Cooder, der spanische Sänger Luz Casal, die portugiesische Sängerin Dulce Pontes, Flamenco-Gitarristen aus Andalusien sowie Sänger aus Cuba, Irland, dem Baskenland und natürlich aus Galizien. Das Album ist eine Koproduktion von Carlos Nuñez, Paddy Moloney (von den Chieftains) und Ry Cooder. Hier zeigt sich ein neues, offeneres Gesicht der keltischen Musik aus Spanien, werden die galizischen geschichtlichen Verbindungen zwischen keltischer, lateinamerikanischer, Flamenco- und mittelalterlicher Musik aufgezeichnet. In kurzer Zeit hatte die CD in Spanien Goldstatus erreicht, inzwischen ist auch Platin überschritten: Dort hat sie alle Rekorde gebrochen für keltische Musik. Weltweit ist das Album durch BMG Classics auf dem RCA Victor-Label erschienen.




Nach seinem sehr erfolgreichen Debüt bringt jetzt der spanische Stardudelsackpfeifer ein komplexes und aufregendes Projekt auf den Markt: nach langer Forschung nach den Verbindungen zwischen der keltischen Musik und dem Flamenco-Stil erscheint nun das Album "Os Amores Libres" (CD 74321-66694-2). Auf dieser CD versammeln sich mehr als 100 Gäste, darunter Jackson Browne, Mike Scott, Noah, Vicente Amigo, Teresa Salgueiro und Dan Ar Braz. Carlos Nuñez hat sie mit gewöhnlicher innovativer Offenheit ausgewählt; sie spielen alle möglichen Stilrichtungen, von irischer Musik bis Flamenco, von Rock bis marokkanische Sufi-Musik, von Techno bis Rumba. Das Ergebnis ist keltische Musik mit spanischem Temperament, die die ganze Virtuosität und Kraft der weltbesten Traditionsmusiker widerspiegelt. Diese Aufnahme ist heiß! In Europa ist die Veröffentlichung für August 1999 geplant. Das Konzept zielt darauf ab, die Verbindung zwischen keltischer Musik und den Musikstilen des Süden zu offenbaren; aufgenommen wurde das Album in 10 verschiedenen Ländern und 17 Studios. Unter den 12 Titeln sind traditionelle Stücke wie "Brotherhood of Stars" vertreten bis zu futuristischen Nummern, bei denen ein deutlicher Trip-Hop-Einfluss zu hören ist. Produziert wurde das Album von Afro Celtic Sound System, John Reynolds (dem Produzent von Sinéad O'Connor), Donal Lunny und Hector Zazou.

In der kraftvollen Live-Band von Carlos spielen sieben Musiker, gespielt werden spanische Gitarre, Bouzouki, Geige, Akkordeon, Kontrabass und Schlagzeug. Bei besonderen Aufführungen treten auch Gasttänzer und -sänger auf. Die Carlos-Nuñez-Band hat nicht nur Spanien im Sturm erobert, sondern sich auch international einen Namen gemacht.

Newsletter

DEMO