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Biographie

Man muss sich den in jeder Hinsicht furiosen Track "Post Apocalyptic Party" (den AxeWound im Mai als "Free Introductory Download" ins Netz stellten) eigentlich nur ein einziges Mal anhören, um unmissverständlich zu begreifen, was diese Band will. AxeWound sind eine Metal-Band - und das in der denkbar konsequentesten Ausprägung.

Schon der "Band-Stammbaum" ist von erlesener Güte. So finden sich in der Besetzungsliste mit Gitarrist und Sänger Matt Tuck von Bullet For My Valentine sowie Sänger Liam Cormier von der kanadischen Hardcore-Formation Cancer Bats gleich zwei der führenden Köpfe der Metal-Szene der vergangenen Jahre. Komplettiert wird das Line-Up durch Ausnahme-Drummer Jason Bowld (Pitchshifter), Gitarrist Mike Kingswood (Glamour Of The Kill) und Ex-Rise To Remain-Bassist Joe Copcutt. Angesichts dieser Namen ist es kaum verwunderlich, dass AxeWound von der Presse bereits das unvermeidliche Etikett "Supergroup" verpasst bekamen.

Die Musiker selbst sehen ihre Rolle allerdings ein wenig differenzierter. Für sie ist es in erster Linie eine Möglichkeit, Musik zu machen, die extremer ist als das, was sie mit ihren eigentlichen Bands normalerweise veröffentlichen. Als Inspirationsquelle diente eine goldene Generation von Metalbands, in der Heavyweights wie Pantera und Slipknot den Ton angaben. "Das waren die Bands, die ich als Jugendlicher bewunderte", erklärt Matt Tuck. "Sie hatten diese ?don't give a fuck'-Attitüde. Mit AxeWound werden wir uns diese Freiheit auch nehmen - sowohl musikalisch als auch textlich gibt es für uns keinerlei Grenzen oder Limits."

Die Entstehungsgeschichte von AxeWound geht zurück bis ins Jahr 2010, als Jason Bowld für einige Konzerte Bullet For My Valentine-Drummer Michael "Moose" Thomas ersetzen musste. Er und Tuck blieben in Kontakt und sie begannen im vergangenen Jahr, über ein separates Projekt zu sprechen, das nichts mit der unglaublich erfolgreichen walisischen Metalband zu tun haben sollte. Im Dezember 2011 trafen sie sich schließlich, um einige jener Songs vorzubereiten, die sich nun auf dem AxeWound-Debütalbum "Vultures" finden.

Als es darum ging, einen Frontmann und Texter für die Band zu finden, konnte die Wahl nur auf Cormier fallen. Tuck und ihn verband eine langjährige Freundschaft - Cancer Bats hatten Bullet For My Valentine auf zahlreichen Tourneen als Supportband begleitet. "Ich hätte mir keinen anderen dafür vorstellen können", sagt Tuck. "Liams Stimme alleine klingt ja schon so bösartig."

Das "Vultures"-Album wurde zu Beginn des Jahres in Cardiff aufgenommen, als Engineer war der bewährte BFMV-Soundmann Martin "Ginge" Ford mit an Bord. Von Beginn an war es das Ziel, möglichst schnell und instinktiv zu arbeiten. Das Ergebnis: in elf wilden Tagen nahm die Band elf ebensolche Songs auf.

"Es war sehr intensiv und sehr fordernd - aber genau so wollten wir es auch", erinnert sich Tuck. "Es wurde nichts vorher geschrieben und nicht geübt? wir buchten ein Studio und nahmen jeden Tag einen Song auf. Wir wollten genau das festhalten, was dort zu jener Zeit passierte." "Die Platte ist großartig, denn sie entstand mit ein paar Freunden, die einfach Spaß daran hatten, zusammen zu spielen und Musik aufzunehmen, die anders war als das, was sie normalerweise machen", ergänzt Cormier.

Von welcher Seite man es auch betrachtet - "Vultures" ist ein grandioses Debüt. Genau wie beabsichtigt ist es ein durch-und-durch kompromissloses, wildes Biest von einem Album. Standout-Tracks wie "Burn Alive" oder der Titelsong werden angetrieben von giftigen, galligen Riffs, wobei vor allem das erstgenannte Stück in seiner Pracht an die Wucht von Slayer- oder Sepultura-Songs erinnert. Tucks Talent für Melodien kommt dagegen bei Stücken wie "ExoChrist" und dem epischen "Collide" zum Tragen.

"Durch das, was ich mit Bullet mache, weiß ich ziemlich genau, was die Leute von einer Band wie dieser hier wollen", sagt er. "Ob sie nun Fans von Hardcore Metal oder klassischen Melodic Metal sind. Wir haben versucht, all das zu einer brutalen, gemeingefährliche Einheit zu verschmelzen."

Die Musik AxeWound ist aber nicht nur recht heftig, sie hat auch Substanz und Gewicht. Stücke wie "Victim Of The System", "Blood Money And Lies" und "Church Of Nothing" spiegeln die augenblickliche Lage der Dinge in der Welt wider. "Liam ist immer ziemlich up-to-date", berichtet Tuck, "er weiß, was in der Welt so vor sich geht. Einige der Dinge, über die er Texte geschrieben hat, hört man heutzutage von keiner anderen Metalband." "Ich finde es gut, dass es einen politischen Aspekt in unserer Musik gibt", sagt Cormier, "wir sind da nicht sehr spezifisch, aber wir sagen: die Welt ist am Arsch. Und diese Grundeinstellung passt 1:1 zur Musik."

Von Anfang an war das Interesse an AxeWound gewaltig. So zierte die Band bereits das Cover des Magazins "Kerrang!", Live-Dates und Festival-Auftritte im Sommer taten ihr Übriges. Am12. Oktober ist nun es schließlich soweit: "Vultures" kommt in die Läden.

Ob die AxeWound-Geschichte eine Fortsetzung haben wird, steht derweil noch nicht fest. Matt Tuck ist gerade mit dem Songwriting für das nächste Bullet For My Valentine-Album beschäftigt. Doch für den Augenblick - und genauso möchte es die Band - ist es ein fantastisches, einmaliges Ereignis.

"Das kommt dabei heraus, wenn man mir freie Hand lässt", stellt Tuck abschließend fest. "Es war der perfekte Zeitpunkt, um alle Hemmungen fallen zu lassen - und mich von Satan leiten zu lassen."

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