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Biographie

Sobald Amanda Mair eine Bühne betritt, umweht sie eine Aura majestätischer Pop-Eleganz. Alles, was sie dafür braucht, sind ein Klavier und ihre Stimme. Während sich der Alltag der Schülerin normalerweise um Hausaufgaben und Zu-spät-zur-Schule-Kommen dreht, braucht es auf der Bühne lediglich Sekundenbruchteile, um die unbeschwerte Teenagerin in eine hochcharismatische Künstlerin zu verwandeln, die jeden einzelnen ihrer Zuhörer unweigerlich in ihren Bann zieht. Und genau diese charmante Widersprüchlichkeit ist es, die Amanda Mair zu einer der faszinierendsten neuen Musikerinnen unserer Zeit macht.

Dass hinter der bildhübschen Sängerin, die neben Klavier auch Gitarre und Bass beherrscht, weit mehr steckt als eine harmlos-niedliche Poesiealbum-Pop-Sängerin von nebenan, verrät bereits ein flüchtiger Blick auf ihre Vita. So trommelte Amanda, deren Eltern eine Bäckerei betreiben, zeitweise in einer Schulband, die u.a. Stücke der Hardrock-Garage-Rocker Hellacopters im Programm hatte.

Und auch von Retro-seeligen Musik-Connaisseuren lässt sich die 18-jährige nicht widerstandslos vereinnahmen: auf die häufig gestellten Vergleiche mit Anno-Dazomal-Ikonen wie Kate Bush oder Stevie Nicks entgegnet sie stets trocken: "Ich bevorzuge die Spice Girls".

Ihre Karriere verdankt die talentierte Skandinavierin derweil einem Zufall. Es waren private Aufnahmen einiger Coverversionen, die sie als Geschenk für ihre Großmutter aufgenommen hatte, die über einige Umwege letztendlich Johan Angergård in die Hände fielen. Schon nach einmaligem Hören hatte sich der Chef des berühmten Indie-Labels Labrador, das der Welt in den vergangenen Jahren so wundervolle Bands wie Club 8, The Radio Dept., The Legends und Acid House Kings beschert hatte, in Amanda Mairs Stimme verliebt - und signte die Teenagerin vom Fleck weg.

Dass Amanda Mair bis zu diesem Zeitpunkt weder ein Demo verschickt hatte noch eine MySpace- oder Bandcamp-Seite besaß (geschweige denn einer Casting Show teilgenommen hatte!), lässt ihre Geschichte umso fabelhafter erscheinen - wie ein analoges Zaubermärchen im durchtechnisierten Digitalzeitalter des 21. Jahrhunderts.

Vom legendären Ruf ihres Labels hatte sie bis zu Angergårds Anruf allerdings keine Ahnung. "Ich hatte noch nie etwas von ?Labrador gehört", gibt sie zu, "ich kannte gerade einmal die Bands Club 8 und Radio Dept."
Auch der für Indiepop-Liebhaber wohlklingende Name Philip Ekström war ihr kein Begriff. Angergård hatte den Mastermind der Band Mary Onettes für die Produktion und das Songwriting des ersten Albums der jungen Sängerin verpflichtet - die angesprochen auf die Zusammenarbeit mit Ekström in vorbehaltloses Schwärmen gerät. "Es war fantastisch", erklärt sie, "Philip ist so unglaublich gut in Allem, was er tut. Ich hatte vorher noch nie etwas von seinen Bands gehört, es war deshalb alles sehr neu und aufregend für mich!" Für die Zukunft möchte die Achtzehnjährige, die neben den Spice Girls u.a. mit der Musik von Robyn, Coldplay and Norah Jones aufwuchs, auch eigene Songs zum Output beisteuern.

Doch auch mit der bisherigen Bilanz ihres Outputs kann Amanda mehr als zufrieden sein. Nachdem sie Ende 2011 in einer Umfrage unter Medienvertretern und Top-Entscheidern der schwedischen Musikindustrie mit dem Titel "Big Breakthrough of 2012" in ihr erstes Karrierejahr geschickt worden war, enterte das Album "Amanda Mair" die Charts des skandinavischen Königreichs im Februar 2012 als höchster Neueinsteiger auf Position sechzehn.

Angespornt vom Erfolg in der Heimat - und ungeahnt großem Interesse aus dem Ausland - machte sie sich in den vergangenen Wochen auf, auch die Pop-Fans und -Fachleute in New York, London (wo sie ihren 18. Geburtstag feierte!) und Paris zu verzaubern. Lediglich begleitet vom eigenen Pianospiel präsentierte sie dabei die Songs ihres Erstlings, wie beispielsweise das zerbrechliche "House", das nachdenkliche "Doubt" oder das unbeschwert-erfrischende "Sense" - die erste Single-Auskopplung des Longplayers, die der britische NME zu folgendem, schwelgerischen Statement veranlasst hatte: "Der Refrain macht dich süchtig, sodass dir alles andere in deinem Leben wie ein mattes Hintergrund-Surren erscheint". Die Sunday Times kürte das Dreieinhalbminuten-Meisterwerk sogar kurzerhand zum "Perfekten Popsong des Jahres". Im dazu gehörigen Video hält sie ebenso beherzt wie anmutig allerlei popkulturelle ("If you steal be Robin Hood"), politische ("This heart kills facists") oder prophetische ("The future is me") Statements in die Kamera. Kein Wunder also, dass der renommierte Guardian die Newcomerin sie in eine Reihe mit den größten und wichtigsten Pop-Exporten ihres Landes der vergangenen Dekade stellte: "Sie ist Schwedens nächster Breakthrough-Artist nach Lykke Li und Robyn".

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