The Script

Diese Musik in meiner Werbung Es war die ganz große vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Story, die sprichwörtliche emotionale Achterbahnfahrt, ein Blockbuster voller Action und Superstars. Drei Jungs aus Dublin war es gelungen, die Welt zu erobern, mit Songs, deren Energie gleichsam die emotionalen Trümmer ihrer eigenen harten Vita als auch ihre lebenslange Liebe für Pop, Rock, HipHop und Soul widerspiegelt. In den zurückliegenden zwei Jahren gelang der Band gleich eine Handvoll Hits, darunter Songs wie "We Cry", "Breakeven" und "The Man Who Can't Be Moved". Ihr Debütalbum "The Script" erreichte Platz eins der Charts in Großbritannien und Irland und verkaufte sich weltweit knapp zwei Millionen Mal. Sie traten mit einigen ihrer größten musikalischen Helden, wie U2, Take That oder Paul McCartney in gigantischen Stadien auf. Sie gaben ein triumphales "Homecoming"-Konzert vor 78.000 Fans im Rahmen des irischen "Oxegen Festivals". Sie siegten in der Kategorie "Best Live Performance" bei den "Meteor Awards 2010" - und setzten sich damit gegen ihre "Mentoren" U2 durch. Und zu guter Letzt schrieben sie auch noch US-Chartgeschichte: ihre Single "Breakeven" war der langsamste Nummer-Eins-Hit aller Zeiten: v i e r z i g Wochen benötigte der Song bis an die Spitze der "Billboard Adult Pop Song Radio Airplay Charts" - und verkaufte dabei mehr als 1,7 Millionen Downloads (!).

Doch nun ist es an der Zeit, ein völlig neues "Skript" zu schreiben.

Wir befinden uns in einem Aufnahmestudio in London. Zwei junge Iren hören sich einige Aufnahmen an. Der gut aussehende, dunkelhaarige Danny O'Donoghue ist der charismatische Sänger und Keyboarder der Band, der kahlrasierte Mark Sheehan ist der redselige Gitarrist. Das dritte Mitglied, der freundliche aber wortkarge Drummer und Multiinstrumentalist Glen Power spielt im Nachbarstudio einen Beat ein. Danny und Mark können einfach nicht stillsitzen. Sie hüpfen herum zur Musik, die aus den riesigen Lautsprechern schallt, eine Mischung aus HipHop-Rhythmen, fließenden Melodien, funkelnden Hooklines und hymnischen Refrains mit stark erhöhtem Suchtpotenzial und gefühlsgeladenen Texten, die Danny mit seiner geschmeidig-souligen Stimme veredelt. Es sind die Songs ihres zweiten Albums "Science & Faith" und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Band extrem euphorisch ist.

"Wir haben in ganz kleinen Clubs angefangen, und jetzt spielen wir in großen Hallen, bei Festivals und sogar in Stadien", sagt Mark.
Und Danny ergänzt: "Ich bin extrem begeistert von diesem Album. Wir sind wesentlich selbstbewusster, was unseren Sound angeht, und deshalb konnten wir uns ganz darauf konzentrieren, das Songwriting zu verfeinern. Wir haben versucht, die Essenz von dem zu finden, was wir tun, Songs, die den Menschen etwas bedeuten. Etwas, das die Leute bei einem Konzert laut mitsingen wollen."

Der Weg zu ihrem neuen Album war seltsam und hatte viele Wendungen und Kurven. Danny und Mark hatten sich als Teenager in Dublin kennengelernt, irgendwie landeten sie in den USA und arbeiteten als Songwriter und Produzenten mit R&B-Stars wie Dallas Austin, Teddy Riley und den Neptunes. Die zufällige Bekanntschaft mit Glen resultierte darin, dass die Musiker sich fortan auf die Entwicklung eigener Songs konzentrierten, ab sofort als Trio.

The Script sind Songwriter allererster Güteklasse, sie kombinieren wohlüberlegte, tief empfundene Texte mit üppigen Melodien. Dass Paul McCartney persönlich darum bat, dass das Trio ihn bei einer Reihe von Stadionkonzerten in den USA supporten sollte, können sie allerdings immer noch nicht so ganz fassen. "Es war ziemlich verrückt, dass er unsere Songs mag, dass er sie kannte und kam, um uns auf der Bühne zu sehen", staunt Mark.
Es gibt für einen Songwriter sicherlich kaum eine größere Ehre als dieses Befähigungszeugnis aus dem Mund eines Beatle. Doch das sind die Sphären, in denen sich The Script mittlerweile bewegen - in den höchsten Gefilden des Pop. Doch sie bleiben dabei stets zugänglich - künstlerisch, emotional und spirituell aber stets integer und nachhaltig. "Wir sind nichts anderes als ein paar Typen aus Dublin", sagt Mark. "Ich habe nicht den Eindruck, dass wir in einer großen Band spielen. Wir machen Musik, die uns wirklich am Herzen liegt."