The Hoosiers

Diese Musik in meiner Werbung

Alle Welt spricht über die Hoosiers. Der Hype um das britisch-schwedische Trio begann vor einigen Wochen in England. Quasi aus dem Nichts kletterte die Hoosiers-Single "Worried About Ray" in die Spitzengruppe der britischen Airplay-Charts - nach der offiziellen Veröffentlichung fanden sich Irwin Sparkes, Alfonso Sharlando und Martin Skarendahl plötzlich in den Top 5 der UK Single-Charts wieder! Doch wer nun dachte, bei den Hoosiers handele es sich mal wieder um eines jener berüchtigten, britischen One Hit Wonder, sollte sich noch wundern. Bereits mit dem Follow-Up "Goodbye Mr. A" gelang der Band der Sprung an die Spitze der Airplay-Hitlisten und anschließend ein weiterer Top-5-Hit in den Verkaufscharts. Doch die Krönung folgte Ende Oktober: Nach der ersten Verkaufswoche fand sich das Hoosiers-Debütalbum "The Trick To Life" auf Platz eins der Albumcharts wieder! Dass sich die Herren Sparkes, Sharlando und Skarendahl dabei nicht nur gegen Musiklegenden wie Van Morrison, Neil Young, Santana und Dave Gahan durchsetzen, die am selben Tag ihre neuen Alben veröffentlichten, sondern auch die Spitzenreiter der Vorwochen (Stereophonics und Sugababes) auf die Plätze verwiesen, machte den Chart-Coup umso spektakulärer.



Auf die Veröffentlichung von "The Trick To Life" müssen Musikfans hierzulande zwar noch ein wenig warten (erscheint Anfang 2008), die Debütsingle "Worried About Ray" erscheint allerdings bereits am 16. (digital) bzw. 30. November (physisch). Ende November stellt sich die Band hierzulande live vor - präsentiert vom EA SPORTS GAME "FIFA 08" tritt das Trio, das seinen Musikstil als "Odd Pop" bezeichnet, in vier deutschen Großstädten auf: Am 26.11. in Hamburg (Knust), am 28.11. in Berlin (Frannz Club) am 29.11. in Köln (Gebäude 9) und am 30.11. in München (59:1).



Ihren Musikstil bezeichnet die Band liebevoll als Odd-Pop (zu Deutsch in etwa: "Merkwürdig-Pop"). Und das ist nicht mal gelogen: Denn das, was man auf dem Debütalbum „The Trick To Life“ zu hören bekommt, ist ganz gewiss eigenartig. Doch es ist jederzeit Pop. „Wir könnten uns nie und nimmer damit zufrieden geben, einen Song übers samstagabendliche Saufen zu schreiben“, meldet sich Bassist Martin Skarendahl zu Wort. „In der Phase, in der wir uns mit unserem Songwriting zur Zeit befinden, halten wir es aber auch nicht für angebracht, die Welt mit einem weiteren Liebeslied zu belasten“, fügt Irwin hinzu, der wie immer mehr als alle anderen zu sagen hat. „Ich habe in meiner Sammlung schließlich nicht nur Tapes aus einem Musikgenre“, ergänzt Alfonso Sharland. „Ich hatte in meiner Jugend größere Ambitionen, als so zu sein wie The Cure, Jeff Buckley, The Flaming Lips oder XTC“. Das hindert die Hoosiers heute allerdings nicht daran, eben diese Bands und Künstler auf Anfrage allesamt als musikalische Einflüsse zu nennen. „Wir hatten nie das Gefühl, einfach nur ‚Brit-Pop’ oder so zu spielen. Das war ein großes Problem bei der Suche nach unserem eigenen Sound. Als wir Martin trafen, kamen wir überein, dass wir ein breites Spektrum mit unseren Songs abdecken wollten, nicht nur im 4/4-Takt verbleiben, denn manchmal fühlen wir uns einfach nicht danach.“



Alfonso und Irwin wuchsen am Rande von Reading auf und im zarten Alter von sechzehn Jahren erhielten sie einen der wichtigsten Hinweise für ihre Musikerkarriere aus einer nicht alltäglichen Quelle. „Wie kann man über das Leben schreiben, wenn man überhaupt noch nicht gelebt hat? Lebt erst einmal, dann schreibt darüber.“ Weise Worte aus dem Munde von Irwins Chemie-Lehrer, der in einem früheren Leben tatsächlich Schlagzeuger der Seventies-Popgruppe Sailor gewesen war (für weitere Informationen zu diesem Thema oder den Hits „Girls, Girls, Girls“ und „A Glass Of Champagne“ fragt bitte eure Eltern). Sie nahmen den Rat an und machten sich auf eine Reise durch Amerika. U.a. verbrachten sie einige Zeit an der Universität von Indianapolis, nachdem man ihnen dort ein Sport-Stipendium angeboten hatte. Eine durchaus kuriose Entwicklung, führt man sich vor Augen, dass sowohl Irwin als auch Alfonso heute behaupten, allergisch gegen „Laufen und Rennen aller Art“ zu sein. „Nach einem Jahr gelebtes Leben im mittleren Westen von Amerika hatten wir genug. Irgendwas in uns machte ‚Klick’ und uns war klar, dass wir wieder nach Hause gehen mussten, um unsere Lieder rauszubringen. Ach ja: Und man bat uns, die Universität zu verlassen“, erklärt Alfonso.



Wieder in London angekommen, trafen die beiden in einem Studio auf Studio-Engineer Martin Skarendahl, der das Trio als Bassist komplettierte. The Hoosiers waren geboren. „Doch wo um alles in der Welt kommt dieser Bandname her?”, fragt man sich. „Ein Hoosier ist ein Einwohner des US-Staates Indiana“, erklärt Al. „Viele Hoosiers behaupten, nach Samuel Hoosiers um das Jahr 1825 benannt zu sein und dadurch einer von Hoosiers Männern zu sein – den tapfersten und am härtesten arbeitenden Männern überhaupt. Beschäftigt man sich jedoch etwas eingehender mit dem Thema, so findet man heraus, dass der Name eine Bastardisierung des französischen Ausdrucks für ‚Typen, die rumhängen und Leute aufhetzen’ ist und sich auf eine Gruppe von Leuten mit fragwürdigen Moralvorstellungen bezieht. Die Doppeldeutigkeit der Herkunft des Begriffs hat uns gefallen, obwohl letztere Bedeutung natürlich eher zu uns passt“, erklärt Alfonso.



Wenn man sich die Musik der Hoosiers anhört, so kann man darin Songs erkennen, in denen "gelebt" wurde. Stücke, die von den Riten berichten, die jeder auf dem Weg des Erwachsenwerdens durchmacht, und allen damit verbundenen wachsenden Ansprüchen, mit denen man klar kommen muss. „Wenn ich meine Zeit als Anfangzwanziger in einem Wort zusammen fassen müsste, würde ich sie als ‚ruhelos’ bezeichnen. Man probiert viele Dinge aus und stellt fest, dass sie keine Antwort bieten. Man ist auf der Suche und genau so sind viele unserer Songs. Das ist auch, was ich an Tom Waits, Thom Yorke, Tom Jones, den ganzen anderen großen T(h)oms mag: Da gibt es Herzschmerz. Es fehlt etwas. Und genau das spürt man in der Art und Weise des Songwritings, des Arrangements und der Interpretation.

„Es gibt in unserer Musik ohne Zweifel ein Grundthema“, fährt Irwin mit unvermindertem Enthusiasmus fort, „jemand fühlt sich unfertig und sucht nach etwas und hofft, dass das Etwas gleichzeitig auch nach ihm sucht. Die Songs ‚Worried About Ray’, ‚Sadness Runs Through Him’ und ‚Run Rabbit Run’ erzählen aus der Sicht eines machtlosen Charakters, der jemanden liebt, aber nicht die Kraft hat, diese Person zu retten. Er kann sie lediglich warnen und muss schließlich ertragen, mit anzusehen, wie sich die unheilvollen Dinge fortentwickeln."

Tracklist

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  • 01.
    The Hoosiers - Worried About Ray 02:42
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  • 02.
    The Hoosiers - Worst Case Scenario 02:42
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  • 03.
    The Hoosiers - Run Rabbit Run 03:13
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  • 04.
    The Hoosiers - Goodbye Mr A - (Album Version) 04:27
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  • 05.
    The Hoosiers - A Sadness Runs Through Him 03:12
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  • 06.
    The Hoosiers - Clinging On For Life 02:39
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  • 07.
    The Hoosiers - Cops and Robbers 03:57
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  • 08.
    The Hoosiers - Everything Goes Dark 03:36
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  • 09.
    The Hoosiers - Killer 03:48
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  • 10.
    The Hoosiers - The Trick To Life 02:47
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  • 11.
    The Hoosiers - Money To Be Made 02:04
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