Steven Isserlis
Diese Musik in meiner Werbung Steven IsserlisSteven Isserlis entstammt einem faszinierenden kulturellen Umfeld: sein Großvater war der russische Pianist und Komponist Julius Isserlis, seine Familie hat verwandtschaftliche Beziehungen mit Mendelssohn und Karl Marx. Sein künstlerisches Profil zeichnet sich aus durch einmalige Klangschönheit seines Spiels, ein weitgespanntes Repertoire, sein besonderes Interesse an wenig bekannten Werken und überdies einem organisatorischen Talent, das es ihm ermöglicht, zu Auftritten Freunde und Kollegen wie Joshua Bell, Pamela Frank, Stephen Hough, Olli Mustonen, Stephen Kovacevic und Tabea Zimmermann um sich zu versammeln. Über allem aber steht seine Begeisterung für die Musik.
Eine Anerkennung für seine musikalischen Verdienste war 1998 die Auszeichnung mit dem Titel eines Commander of the Order of the British Empire, einer der höchsten Auszeichnungen Großbritanniens. Er ist außerdem Ehrenmitglied der Royal Academy of Music und erhielt 1993 den Piatigorsky-Preis in den USA und den Preis der Royal Philharmonic Society. Dazu kam im Jahr 2000 der Schumann-Preis der Stadt Zwickau, Schumanns Geburtsort, zu dessen Trägern unter anderen Gilels, Masur, Richter und Fischer-Dieskau gehören.
Steven Isserlis hat einen dichtgedrängten Konzertkalender mit Engagements bei zahlreichen internationalen Orchestern, z.B. dem London Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Philharmonia und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra: er hat dabei mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Michael Tilson Thomas, Christoph Eschenbach, Roger Norrington, John Eliot Gardiner und Colin Davis zusammengearbeitet. Zu seinen Projekten in näherer Zukunft gehören Aufführungen des Triple-Konzerts von Beethoven mit Pamela Frank, Stephen Hough und dem London Symphony Orchestra, eine Tournee nach Japan und Fernost mit den Tschechischen Philharmonikern und das Haydn Cello Konzert mit dem Boston Symphony Orchestra.
Auftritte mit dem Orchestre Revolutionnaire et Romantique, La Stagione Frankfurt und dem Orchestra of the Age of Enlightenment sowie Kammerkonzerte mit Melvyn Tan und Maggie Cole sind Beispiele von Steven Isserlis' Bemühen um die historische Aufführungspraxis. Isserlis fühlt sich in besonderem Maße der Musikerziehung verpflichtet; er hat deshalb die künstlerische Leitung des Internationalen Meisterklassenkurses und Kammermusikforum in der Preußischen Bucht übernommen. Der Verlag Faber & Faber hat ihn außerdem mit einem Kinderbuch zu musikalischen Themen beauftragt, das voraussichtlich im Laufe Jahr 2001 erscheinen wird.
Steven Isserlis hat sich auch als Organisator von Konzertreihen einen Namen gemacht; zu seinen Projekten in gehören ein Brahms-Kammermusikzyklus bei den Salzburger Festspielen 2000, ein Musikfestival mit dem London Philharmonic Orchestra im Londoner South Banks Centre und Kammerkonzerte in Berlin und Wien im Jahr 2001.
Aktuelle Einspielungen bei BMG, Isserlis' Exklusivpartner, sind u.a. ein Sammelalbum von kleineren Stücken unter dem Titel "Cello World", darunter auch eigene, kürzlich bei Faber veröffentlichte Kompositionen. Neu erschienen sind Aufnahmen des Brahms'schen Frühlingstrios mit Michael Collins, Klarinette, und Stephen Hough, Klavier sowie Saint-Säens' zweitem Cellokonzert mit dem Orchester des Norddeutschen Rundfunks unter Christoph Eschenbach. Die Veröffentlichung der Einspielung von Strauss' "Don Quixote" mit dem Bayrischen Rundfunkorchester unter Lorin Maazel erfolgte im Frühling 2001.
Die Nippon Music Foundation hat Steven Isserlis großzügig das Feuermann-Stradivarius Violoncello von 1730 zur Verfügung gestellt.

