Sean Kingston

Diese Musik in meiner Werbung Es ist der Sommer 2007 und absolut überall, aus jedem Lautsprecher, jedem Autoradio und jedem Handy ist der gleiche Song zu hören: "You're way too beautiful, girl...", so beginnt er. Was ist das für ein Song? Und wer singt ihn? Die ganze Welt sollte es schon bald herausfinden. Es war der Teenager Sean Kingston mit seiner unwiderstehlichen Liebesgeschichte "Beautiful Girls", der sich in jenem Sommer niemand entziehen konnte.

Es ist in der Tat einiges geschehen, seit der damals 17-jährige Sänger mit seiner Debütsingle in Rekordzeit an die Spitze der US- und UK-Charts schoss und in Deutschland die Top Ten der Singles-Hitliste erreichte. Alleine in den USA gelangen dem jungen Jamaikaner mit "Me Love", "Take You There" und "There's Nothing" drei weitere Top-Ten-Singles und sein erstes Album "Sean Kingston" erreichte Position sechs der Billboard Charts. In 21 Ländern schaffte der Longplayer den Sprung auf Platz eins der Verkaufshitlisten. Sechs Millionen Single-Downloads und 4,5 Millionen Klingeltöne seiner Songs stehen alleine in den Vereinigten Staaten zu Buche. Darüber hinaus landete er als Featured Artist von Brandy und Flo Rida weitere Hits. Mit Künstlern wie Gwen Stefani, Beyoncé, Kelly Clarkson und Chris Brown ging er auf Tour.

Sein Debütalbum "Sean Kingston", das in den USA im März 2008 mit Gold ausgezeichnet wurde, verkaufte sich bis heute weltweit mehr als eine Million Mal. Sean war auch bei Natasha Bedingfields Hit "Love Like This" mit von der Partie, der gleichzeitig mit seinem eigenen Titel "Take You There" die Radio- und iTunes-Charts erstürmte, was ihm im Januar 2008 zwei gleichzeitige Hits bescherte. Auch den Produzenten der erfolgreichen "Kidz Bop"-Reihe, für die Kinder aktuelle Hits nachsingen, fiel Kingston auf und so erschienen im Februar 2008 die Titel "Me Love" und "Beautiful Girls auf "Kidz Bop, Vol. 13".

Die großen Hits erzählen eine Seite von Sean Kingstons Geschichte. Die andere Seite, die seine Erfolgsgeschichte ausmacht, könnte aus einem Jugend-Sozialdrama stammen. Alles begann damit, dass Sean einen Weg raus aus seinem problembelasteten Zuhause in Florida suchte, wo er unter anderem mit ansehen musste, wie seine Mutter und seine Schwester ins Gefängnis geschickt wurden, als er gerade fünfzehn war. Sean lieh sich den Computer eines Freundes aus und richtete sich ein Profil bei MySpace ein, um ein Forum zu schaffen, wo er seine Musik präsentieren konnte. In Internet stieß er auf die Seite des Hit-Produzenten J.R. Rotem, den er fortan immer wieder anschrieb - entschlossen, eine Reaktion zu erhalten. Und schließlich bekam er eine - J.R. hatte fast keine andere Wahl: "Sean hat mich mindestens dreimal täglich angeschrieben!"

Rotem lud Sean zu einem Treffen in Los Angeles ein; zufällig plante der junge Künstler zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Umzug nach Kalifornien, wo er bei seinem Bruder leben wollte. Schon kurz nach diesem ersten Treffen wurde Sean zum Vorzeigekünstler auf Rotems Label Beluga Heights, das für die Veröffentlichung von "Sean Kingston" mit Epic Records zusammenarbeitete. Für Sean war es die Erfüllung einer Prophezeiung. "Er hatte einen wirklich einzigartigen Klang", erinnert sich Rotem. "Ich habe mit einigen der Besten zusammengearbeitet und ich sehe keinen Grund dafür, dass Sean nicht auch einer werden kann. Sein Potenzial nahezu unbegrenzt."

Als Sprössling einer stark musikalischen Familie, zu der auch der legendäre jamaikanische Produzent Jack Ruby (Seans Großvater) gehört, ist es nicht verwunderlich, dass es Sean gelang, ein komplett neues Genre zu schaffen. Rap, Reggae, Pop, Doo-Wop und sein außergewöhnliches Talent zum Songschreiben fanden sich zu einer völlig erfrischenden Mischung zusammen. Aber etwas an diesem HipHop-Künstler war anders. Zu einer Zeit, in der die Texte von Rap-Songs die größten Diskussionen seit Jahren auslösten, fand sich Sean im Zentrum der Debatte wieder - aber nicht dort, wo man einen Teenager vielleicht vermuten würde. Sean zieht es vor, seine Kreativität ohne vulgäre Texte unter Beweis zu stellen.

Seans zweites Album "Tomorrow" zeigt die Entwicklung vom Teenager zu einem jungen Mann und Musiker. Die Lebenserfahrung, die Sean in den letzten zwei Jahren gesammelt hat, ist für ihn von unschätzbarem Wert und hat ihn sehr stark beeinflusst. In seiner Entwicklung behält er einen positiven, hoffnungsvollen Blick auf alles, was die Zukunft bringen wird. Der Titelsong des Albums spiegelt dieses Gefühl wieder. Beim Song "Face Drop" ist zu spüren, dass Sean mit sich selbst im Reinen ist, ein Eindruck, der sich auch bei vielen anderen Songs des Albums, wie z.B. "Magical" bestätigt.

Das Leitmotiv von "Tomorrow" zeigt sich auch deutlich bei der großen Anzahl von Künstlern und Produzenten, mit denen Sean zusammen arbeitete. Neben J.R. Rotem kam es zu Kooperationen mit den Punk-Pop-Rockern von Good Charlotte, die "Shoulda Let You Go" mitschrieben und Fugees-Superstar Wyclef Jean, der auf dem Titel "Ice Cream Girl" zu hören ist, den er überdies auch produzierte.

Die erste Smash-Single "Fire Burning" ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Hit-Maschine RedOne: Der marokkanisch-schwedische Produzent, der seine Karriere einst als Produzent der A*Teens begann, hatte jüngst für seine Arbeit am Lady-Gaga-Smash "Just Dance" eine Grammy-Nominierung erhalten. Insgesamt sechs Song des Lady-Gaga-Albums "The Fame" stammen von ihm, darunter auch der weltweite Nummer-Eins-Hit "Poker Face". Desweiteren arbeitete RedOne sehr erfolgreich für Kat Deluna, Akon, Enrique Iglesias, Little Boots und New Kids On The Block.