PeterLicht
Diese Musik in meiner Werbung Begonnen hat alles im Sommer des Jahres 2000. Aus dem Radio kam ein eigenartiges Lied in die Liegewiesen der Freibäder, in die aufgeheizten Fahrgastzellen im Stau stehender Automobile und in Walkman-Ohren. Und weil das Lied so ungewöhnlich war, wollte man es gerne kaufen. Ging aber nicht. Gab's nicht. Nirgendwo. Denn die kleine Vinyl-Auflage eines kleinen Labels war restlos ausverkauft. Nur auf der allerersten Spex-CD konnte man es hören. Die Radiostationen spielten das Lied rauf und runter.Die Plattenfirma Modul (BMG) war es, die das Lied im Frühsommer 2001 dann endlich auf CD herausgebracht hat. Und ein ganzes Album hinterher. Das wurde zu einem richtigen Medienthema und manche sahen darin ein neues Argument im popkulturellen Diskurs. PeterLicht wurde für die EinsLive -Krone nominiert und die Lieder kletterten in die Charts. Mittlerweile hat sich ein Kölner Biergarten Sonnendeck genannt und auch ein Theaterfestival heißt so. Es gab ein schönes Video mit einem Bürostuhl, der auf Reisen geht und auf dem Album fanden sich eine ganze Menge musikalischer Kleinode. Die hießen "Meide die Popkultur" oder "Shiva".
PeterLicht mied die Popkultur dann auch. Er trat selbst nicht in Erscheinung, sondern ließ an seiner Stelle Ameisenhaufen oder den besagten Bürostuhl sprechen. Mittlerweile ist PeterLicht auch in Kartoffeln zu finden. Warum? "Jeder ist irgendwie PeterLicht." sagt PeterLicht. Und meint es auch so.

