Michael Tilson Thomas
Diese Musik in meiner Werbung Michael Tilson Thomas ist Dirigent, Pianist, Lehrer und Komponist. Zu seinen Verdiensten gehören mehr als 200 Aufnahmen, Auftritte mit bekannten Orchestern aus aller Welt, eine Reihe von Fernseh- und Videoaufnahmen sowie internationale Aufführungen seiner Kompositionen. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter der New World Symphony, Chefdirigent der Londoner Sinfoniker und Musikdirektor des San Fransisco Symphony Orchestra.Er wurde 1944 in Los Angeles geboren. In seiner Familie gehört er bereits der dritten Künstlergeneration an. Er absolvierte sein Studium an der Universität von Südkalifornien in Los Angeles. Mit Stravinsky, Boulez, Stockhausen und Copland arbeitete Tilson Thomas an den Erstaufführungen ihrer Kompositionen während der Montagabendkonzerte in Los Angeles. Gleichzeitig war er Pianist und Dirigent für Gregor Piatigorsky und Jascha Heifetz. Als Schüler von Friedelind Wagner war er musikalischer Assistent und stellvertretender Dirigent bei den Bayreuther Festspielen.
Nach der Verleihung des Koussewitzky Preises in Tanglewood wurde er 1969 zum stellvertretenden Dirigenten des Boston Sinfonieorchesters berufen. Im gleichen Jahre feierte er mit dem Boston Sinfonieorchester sein Debüt in New York und wurde international bekannt, als er den musikalischen Leiter William Steinberg mitten im Konzert ablöste. Später wurde Tilson Thomas zum leitenden Gastdirigenten des Boston Sinfonieorchesters ernannt. Diese Position hatte er bis 1974 inne. Von 1971 bis 1979 war er musikalischer Leiter des Buffalo Sinfonieorchesters sowie von 1981 bis 1985 leitender Gastdirigent der Los Angeles Philharmoniker. Ab 1986 war Michael Tilson Thomas Chefdirigent der Londoner Sinfoniker. Während dieser Zeit entstanden einige von der Kritik hochgelobte Aufnahmen, das Orchester und sein Leiter unternahmen internationale Gastspiele und traten bei hochangesehenen Konzertreihen und Festivals in London auf. Inzwischen hat Tilson Thomas bei den Londoner Sinfonikern die Rolle des leitenden Gastdirigenten übernommen. Im Juni 1990 eröffnete er zusammen mit Leonard Bernstein die Pazifischen Musikfestspiele im japanischen Sapporo. Seither kehrt er jeden Sommer als künstlerischer Leiter zu dieser Veranstaltung zurück. Im Juni 1993 wurde Michael Tilson Thomas zum musikalischen Leiter des San Fransisco Symphonie Orchestras ernannt.
Als engagierter Förderer musikalischer Bildung gab Tilson Thomas Anschauungsunterricht in der Carnegie Hall, leitete von 1971 bis 1977 die Fernsehübertragungen der New Yorker Philharmoniekonzerte Junger Leute und war künstlerischer Leiter des Philharmonischen Instituts von Los Angeles sowie des Great Woods Summer Institut in Massachusetts. Im Februar 1998 rief er die New World Symphony ins Leben, ein nationales Orchester für die begabtesten Schüler der amerikanischen Konservatorien. Neben einer regelmässigen Konzertsaison in Miami, im Bundesstaat Florida, war dieses Orchester schon in Frankreich, Grossbritannien, Südamerika, Japan und den Vereinigten Staaten zu hören. Das Orchester wird in einer einstündigen Dokumentation, die für die Londoner South Bank Show produziert wurde, vorgestellt. Im Jahre 1990 unternahm Tilson Thomas mit dem Orchester eine US-Tournee, bei der seine eigene Komposition " Aus dem Tagebuch der Anne Frank" zur Aufführung kam. Dieses Werk entstand im Auftrag der UNICEF; Erzählerin war Audrey Hepburn. Seither wurde die Komposition in japanischer, hebräischer, französischer und niederländischer Sprache aufgeführt. 1995 unterzeichnete Michael Tilson Thomas einen Exklusivvertrag mit RCA Victor Red Seal. Zu seinen bisherigen Aufnahmen gehören ein Album mit Werken von Villa-Lobos, zwei Alben mit Werken von Copland, Auszüge aus dem Ballett Romeo und Julia von Prokofjew, die Sinfonie fantastique von Hector Berlioz, die vollständigen Ballettmusiken "L`oiseau du feu", "Le Sacre du Printemps" und "Perséphone" von Strawinsky, die 7.Symphony von Gustav Mahler mit dem London Symphony Orchestra, Gershwins Rhapdodie in Blue sowie eine CD mit Musik von Steven Mackey. Seine jüngste Veröffentlichung ist das Album "An American Journey" mit Werken von Charles Ives, das von der internationalen Kritik hochgelobt wurde.

