Hilary Hahn
Diese Musik in meiner Werbung Hilary Hahn wurde 1979 im amerikanischen Baltimore geboren. Bereits mit vier Jahren erhielt sie Geigenunterricht am Peabody Konservatorium in Baltimore. Da man ihr großes Talent bald erkannte, verbrachte sie die folgenden fünf Jahre als Schülerin der Violinpädagogin Klara Berkovich, die vor ihrer Emigration in die USA an der St. Petersburger Schule für musikalisch Hochbegabte unterrichtet hatte. Als Sechsjährige gab Hilary Hahn ihr erstes Solokonzert und gewann verschiedene Musikwettbewerbe. Mit neun Jahren war sie die jüngste Schülerin ihres Konservatoriums, die je das Rezitalvorspiel gewann und im darauf folgenden Jahr erhielt sie den ersten Preis bei einem Konzertsolistenwettbewerb in Philadelphia. Daraufhin übernahm ihre musikalische Ausbildung der mittlerweile verstorbene Jascha Brodsky, der damals schon 60 Jahre am Curtis Institute of Music lehrte und 83 Jahre alt war. "Es ist kaum zu fassen," so Hilary Hahn. "Nur eine Generation liegt zwischen mir und Brodskys Lehrer Eugène Ysaye."Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr besuchte sie eine öffentliche Schule, anschließend lernte sie über eine Fernschule mit zugesandtem Lehrmaterial zusätzlich zu ihrem täglichen Musikpensum. Ab 1991 konnte sie schließlich auch die nicht-musischen Fächer am Curtis Institute studieren und absolvierte diese im Sommer 1999 mit dem Bachelor of Arts. Neben Brodsky nahm sie in dieser Zeit außerdem Unterricht bei Jaime Laredo, Gary Graffman und Felix Galimir.
Im Dezember 1991 hatte die junge Geigerin mit dem Baltimore Symphony Orchestra ihr Orchesterdebüt. Die Konzerte der Teenagerin sorgen für ersten Wirbel in der Szene, denn bereits als Zwölfjährige verfügte sie über eine interpretatorische Reife, die sonst nur erfahrene Konzertprofis an den Tag legen.
Im Jahr 1994 stellte sich Hilary Hahn im Rahmen von Ravinias "Rising Stars"-Reihe in Chicago und Washington als Solo-Künstlerin vor. Bald darauf war sie in Dallas, Philadelphia, Paris, München oder auch dem Malboro Music Festival in Vermont (1995 bis 1997) zu hören und gehörte von 1996 bis 1998 zum Künstlerstamm der Chamber Music Society am Lincoln Center in New York. Sie erhielt 1996 den Avery Fisher Career Grant und debütierte in der Carnegie Hall mit dem Philadelphia Orchestra unter Christoph Eschenbach.
Nach zahlreichen umjubelten Konzerten mit dem Cleveland Orchestra unter Christoph von Dohnanyi, den Sinfonieorchestern von St. Louis, Detroit und Houston und zwei Europa-Tourneen mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel wurde klar, dass die Musikwelt es hier mit einer Ausnahmekünstlerin zu tun hatte. Die Süddeutsche Zeitung sprach von "einem Talent, wie es wohl nur ein mal in jedem Jahrhundert vorkommt".
Im Herbst 1997 gab Hilary Hahn mit den "Partiten und Sonaten für Solovioline von J. S. Bach (BWV 1004-1006)" ihr Debüt als Exklusivkünstlerin bei Sony Classical - als jüngste Künstlerin, die Sony Classical jemals unter Vertrag genommen hatte. Die CD begeisterte Kritik und Hörer gleichermaßen und wurde zu einem Bestseller. Für die Bach-Einspielung wurde ihr der renommierte 1998er Diaposon D'Or in der Kategorie "Neue Talente" verliehen und in den USA, Deutschland sowie Frankreich erschien das Album für Wochen als Bestseller in den Klassik-Charts. In der Saison 1997/1998 gab Hilary Hahn zudem ihr New Yorker Rezital Debüt im Lincoln Center und ihr Pariser Orchesterdebüt mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Marek Janowski.
Anfang 1999 erschien Hilarys zweite CD, für die sie Ludwig Beethovens "Violinkonzert in D-dur, op. 61" und Leonard Bernsteins Serenade nach Platos "Symposium" für Solovioline, Streichorchester, Harfe und Percussion mit dem Baltimore Symphony Orchestra unter der Leitung von David Zinman einspielte. Wieder wurde Hilary Hahn ausgezeichnet, dieses Mal als beste Nachwuchskünstlerin des Jahres 1999 mit dem deutschen Schallplattenpreis "Echo Klassik 1999". Im Dezember 1999 folgte schließlich ihr Bühnen-Debüt mit den Berliner Philharmonikern, nachdem sie in der Saison bereits Amerika, Australien und Europa bereist und Konzerte gegeben hatte.
Anfang April 2000 veröffentlichte die Geigerin mit den Violinkonzerten von Samuel Barber und Edgar Meyer - letzteres wurde extra für Hilary Hahn komponiert und ist auf der CD als Weltersteinspielung zu hören - ihr drittes Album. Und wieder ließen die Auszeichnungen nicht auf sich warten. Hilary erhielt für die Aufnahme den Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie ihren zweiten Echo Klassikpreis.
Im Jahr 2001 folgt die Einspielung der Violinkonzerte von Brahms und Strawinsky mit der Academy of St. Martin in the Fields unter Sir Neveille Mariner, für den sie ihren ersten Grammy erhielt. Zudem bekam Hilary ihren dritter Echo Klassikpreis - 2002 wurde sie als 23-Jährige von der Jury zur "Instrumentalistin des Jahres" gewählt.
Kurz darauf nahm Hilary Hahn für Sony Classical das Violinkonzert von Mendelssohn und das erste Konzert von Schostakowitsch auf, zwei bedeutende Werke der Violinliteratur, bei denen sie von Marek Janowski und Hugh Wolff und dem fulminanten Oslo Philharmonic Orchestra begleitet wurde.
Hilary Hahn gehört heute zu den renommiertesten Geigerinnen der heutigen Zeit. Sie spielt auf einer J.B. Vuillaume "del Gesú" Violine aus dem Jahre 1864.

