Gerhard Oppitz

Diese Musik in meiner Werbung Gerhard Oppitz wurde 1953 in dem bayrischen Dorf Frauenau geboren. Mit elf Jahren trat Gerhard Oppitz zum ersten Mal öffentlich auf. In Heilbronn spielte er Mozarts d-moll-Konzert. Zum grossen Vorbild und Mentor wurde Wilhelm Kempff, den Oppitz 1973 kennenlernte. Seine internationale Karriere nahm ihren Anfang, als er 1977 als erster Deutscher den renommierten Artur-Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv gewann. 1981 übernahm er eine Meisterklasse an der Münchner Musikhochschule als jüngster Professor in der Geschichte des Instituts. Gerhard Oppitz gibt jedes Jahr zahlreiche Konzerte in den bedeutendsten Musikzentren der verschiedenen Kontinente. Er spielt als Solist mit den renommiertesten Orchestern der Welt, darunter u.a. die Berliner und Wiener Philharmoniker, die Sinfonieorchester von Philadelphia, Cleveland, Boston, San Fransisco und London, die Staatskapelle Dresden und das Gewandhausorchester Leipzig sowie die Radio-Symphonieorchester von Paris und München. Er tritt mit Dirigenten wie Carlo Maria Giulini, Sir Colin Davis, Wolfgang Sawallisch, Riccardo Muti, Lorin Maazel, Dimitrij Kitajenko, Horst Stein, Marek Janowski, Zubin Mehta, Herbert Blomstedt, Sir Neville Marriner oder Kent Nagano auf.
Der künstlerische Werdegang von Gerhard Oppitz ist insbesonders gekennzeichnet von seinem Interesse an der Darbietung vollständiger Werkzyklen für Soloklavier: Bachs Wohltemperiertes Clavier, die Sonaten von Beethoven und Mozart, und vor allem sämtliche Klavierwerke von Brahms. Gerhard Oppitz gilt heutzutage als führender Brahms-Interpret. Er hat in den meisten bedeutenden Städten Europas, beispielsweise in München, London, Genf, Frankfurt, Paris, Mailand, Rom, Leipzig, Köln und Berlin, außerdem in Tokio und anderswo neunzehn vollständige Brahms-Zyklen aufgeführt. Zuletzt präsentierte er beim Rheingau-Musikfestival alle Solowerke Schuberts in 11 abendfüllenden Programmen. Das Repetoire von Gerhard Oppitz ist ist sowohl ungewöhnlich umfangreich als auch vielfältig. Er ist ein engagierter Interpret der neuen Musik und hat sich immer wieder für die Werke von Lutoslawski, Ligeti, Veerhoff, Messiaen, Henze und Boulez eingesetzt.
Die Diskographie von Gerhard Oppitz umfasst über dreißig Titel. In den letzten zehn Jahren nahm er exklusiv für RCA Red Seal auf. Seiner 1990 erschienen Referenzaufnahme mit sämtlichen Klavierwerken von Johannes Brahms folgte 1993 eine Einspielung der beiden Klavierkonzerte von Brahms mit Sir Colin Davis, sowie eine Serie von 7 CDs mit sämtlichen Klavierwerken von Edvard Grieg. Im Frühjahr 1997 erschien die Aufnahme aller Werke für Klavier und Orchester von Carl Maria von Weber, ebenfalls mit dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks unter Sir Colin Davis. Diese Projekte haben ihm international den Beifall der Kritik eingetragen. Seine jüngste Einspielung der Klavierkonzerte von Beethoven zusammen mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Marek Janowski ist in einer Serie von 3 CDs erschienen. Der Zyklus berücksichtigt neben den allgemein bekannten fünf Klavierkonzerten auch die von Beethoven selbst verfasste Transkription seines Violinkonzertes für Klavier und Orchester.
Die Konzerte von Gerhard Oppitz werden oft von Fernsehanstalten und Rundfunkstationen ausgestrahlt. In Japan wurde eine siebenstündige Serie über seine eigenen Aufführungen von Beethovens Sonaten und über seine pädagogische Arbeit mit Meisterschülern von der wichtigsten japanischen Fernsehanstalt NHK zur Hauptsendezeit übertragen.
Für die kommende Jahre plant Gerhard Oppitz zyklische Aufführungen der Klavierkonzerte Mozarts, sämtlicher Solowerke Debussys und Ravels, der bedeutendsten Solowerke von Liszt sowie aller Werke für Klavier und Orchester von Rachmaninow.